Merk-Architekten gestalten die Stadtgalarie in Weiden
Sieger macht das Rennen

Das künftige Parkhaus in der Sedanstraße.

Wie wird die Stadtgalerie aussehen? Jetzt steht es fest. Ein Kleid aus Keramik soll zum Hingucker werden. Geschneidert haben es die Meck-Architekten aus München. Der Sieger des Fassadenwettbewerbs vom Mai bleibt damit die Nummer eins. Selbstverständlich ist das nicht.

"Zur Porzellanstadt Weiden", meint Projektleiter Philipp Hlousek, "passt das doch prima." Eine Vielzahl von Keramikstäben, je 1,50 Meter lang, sollen für die besondere Optik des innerstädtischen Einkaufszentrums sorgen. Die Weidener könnten schon mal das weiße Geschirr aus dem Schrank nehmen, es gegen das Licht halten, austesten, welche Lichteffekte möglich sind, schlägt Hlousek vor. Dann bekämen sie eine leise Ahnung davon, wie die Fassade wirken könnte.

Fondara hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Als "sehr, sehr aufwendig" beschreibt Hlousek die Lösung der Meck-Architekten. Und - ohne Summen zu nennen - als sehr, sehr teuer. "Die Fassade wird auf jeden Fall eine ganze Ecke teurer, als wir geplant hatten." Entsprechend intensiv prüfte Fondara auch mit externen Experten die Variante, die schon die Juroren des Fassadenwettbewerbs in Verzückung versetzt hatte.

Der Investor hatte sich zwar verpflichtet, einen der beiden erstplatzierten von insgesamt fünf Entwürfen zu realisieren - auch die Bogen-Arkaden von "Ortner&Ortner Baukunst" hätten somit von Platz zwei aus noch das Rennen machen können. Doch das einstimmige Votum der zehn externen Juroren für Meck "haben wir als Auftrag gesehen", betont der Projektleiter. Von Anfang an "konzentrierten wir uns sehr stark auf den Wettbewerbssieger".

Bis voraussichtlich Mitte 2017 die Arbeiten an der Fassade beginnen, warte noch viel Arbeit: "Es sind sehr viele Detailfragen zu lösen. Die Grundoptik wird sich aber nicht verändern." Ob sich mit der Meck-Variante auch manche Kritik am wuchtigen Erscheinungsbild der Stadtgalerie erledigt? "Sicher nicht", ahnt Hlousek. "Das ist ja Geschmackssache. Außerdem geht es darum, das Einkaufszentrum für die nördliche Oberpfalz zu schaffen. Da wollen wir uns nicht wegducken. Die Architektur soll der Bedeutung schon gerecht werden." Der Fondara-Mann zeigt sich überzeugt: "Mit dieser Fassade wird Weiden eine Adresse auch in der Fachwelt der Architekten."
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