Mirijam Denz und Christoph Doser gestalten Matinee
Lieder mit und ohne Worte

Jung, aber alles andere als unbeholfen: Sopranistin Mirijam Denz und Christoph Doser an der Orgel gestalteten eine hervorragende Sommermatinee in der Josefskirche. Bild: hcz

Kräftig erklang die Eisenbarth-Orgel beim "Entrée" aus dem Opus 62 von Marcel Dupre (1886-1971). Leisere Töne und heller Sopran folgten mit Georg Friedrich Händels (1685-1759) "Er weidet seine Herde". Organist Christoph Doser und Sopranistin Mirijam Denz gestalteten die dritte Matinee dieses Sommers in St. Josef mit "Liedern mit und ohne Worte".

Im "Reger-Jahr" erklangen auch einige Zeitgenossen des Weideners. Hugo Wolf (1860 bis 1903) mit einem Gebet ("Herr, schicke was du willst"), Antonin Dvorak (1841 bis 1904) mit "Gott, der Herr ist Hirte mir" und Louis Vierne (1870 bis 1937) mit dem Orgelsolo "Lied aus Opus 31" und dem "Ave Verum", bei dem Denz' kristallklarer Sopran wunderbar hervorstach. Reger war mit "Ich seh dich in tausend Bildern" aus seinem Opus 105 vertreten, einem typischen Werk, bei dem dumpfe Töne der Orgel langsamen Sprechgesang begleiten.

Die 17-jährige Denz, Tochter des Kirchenmusikdirektors Luis Denz und Gewinnerin des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert", bereitet sich zurzeit bei Dozentin Sabine Lahm (Weimar) und Annika Rahm (München) auf ein Gesangsstudium vor, das sie nächstes Jahr nach dem Abitur beginnen will. Doser war von 2013 bis 2015 Vertreter des Passauer Domorganisten und ist daher mit Eisenbarth-Orgeln bestens vertraut. Der 27-Jährige aus Burglengenfeld studiert im letzten Semester in Stuttgart Kirchenmusik mit Konzertfach Orgel. Beim "Ave Maria" von Giulio Caccini (1551 bis 1618) breitete Denz abermals die beachtliche Klangfülle ihrer herrlichen Sopranstimme aus. Doser begleitete sie meisterlich.

Die Matinee am Samstag, 23. Juli, ab 12.05 Uhr gestalten Christa Bauer-Denz, Alexandra Reger, Rüdiger Streng und Roman Landgraf (Gesang), Ida und Emma Landgraf (Flöte) sowie Stefan Schultes (Orgel).
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