Musikantenstammtisch des Waldvereins mit prächtiger Stimmung
„Schöi is’ in da Weid’n“

Prächtige Stimmung, prächtige Stimmen. Beides garantierte mal wieder der Musikantenstammtisch des Oberpfälzer Waldvereins mit Vorsitzendem Alois Lukas und Moderator Franz Hüttner (von rechts). Bild: hcz

Der Musikantenstammtisch des Waldvereins ist einfach ein Evergreen. Auch bei seiner 43. Auflage war die Strobelhütte - wie zuvor auch fast immer - voll. Und die Gäste dürften ihr Kommen von Beginn an nicht bereut haben.

Mit "Treue Kameraden" brachten Sophia und Sandro Weber, die "Zwoa Pressather", gleich Stimmung ins Wirtshaus. Fingerfertig und temperamentvoll spielten die 17-Jährige mit dem Akkordeon und ihr 14-jähriger Bruder mit Cajon und Gitarre den "Böhmischen Traum", "Resi, I hol di mit meim Traktor o" sowie "Anton aus Tirol".

Liebliche Zither- und Hackbrettklänge kamen sodann bei der "Ostrachtaler Polka" zu Gehör. Veronika Hille, Heidi Banzer und Verena Kastner vom Zitherclub Erbendorf ließen den Walzer "Erinnerung" erklingen. Wehmütig ums Herz wurde einem bei der gefühlvollen Interpretation von "Irgendwann bleib ich dann dort". "Vier Halbwalzer aus München" war ein besinnliches Stück aus dem Jahr 1894 betitelt, welches das "Grünbacher Schleifband" vortrug. Mit Klemens Dötsch an der Bassgeige, Johanna Rubenbauer mit der Klarinette, Barbara Dötsch mit der Gitarre und Christian Gnan mit der Geige begeisterte das Quartett auch bei ihrem Ausflug in die Klezmer-Musik: "Wirtshaustür", "Zimbel", "Sieben Uhr Vierzig" und "Alle Brüder".

Reife, starke Männerstimmen, dazu Gitarrenbegleitung und Akkordeon: Das sind die "Weidner Rotkehlchen", Richard Meier, Alois Schinabeck, Karl Tabert und Wilhelm Moser. Die routinierte Männergesangstruppe stimmte mit "Jesas Leut', heit gibt's a Muse" ein. Es folgten "Da Seppl", "'s boarische Bier" und "Wennst die Hoamat niat ehrst". Ein fröhliches Bekenntnis zur Heimatstadt lieferten die Sänger mit "Schöi is' in da Weid'n". Ungewohnte Klänge kamen aus der "französischen Schäferpfeife" von Wolfgang Orthofer. Der aus Pirk stammende junge Mann begeistert sich für sein, gemeinhin als Dudelsack bekanntes, Instrument seit 15 Jahren.

Entgegen der landläufigen Meinung stamme dieses nicht aus Schottland, erklärte er. Er spiele damit Volksmusik, schottische und irische Traditionals, sowie Folklore. Beim Musikantentreffen brachte Orthofer "Valse" aus Frankreich und ein, aus Deutschland stammendes Stück "Galopede" zu Gehör. Mit einem original "Renaissance Dudelsack" folgte später "Hümmelchen".

Franz Hüttner mit seiner einprägsamen Stimme führte humorvoll durch das Programm. Nachdem er Helmut Zöpfls Gedanken zum vergangenen Fasching vorgelesen hatte, ging der Moderator zur Fastenzeit. Worüber sich ein Spatz freut, die "Rache des kleinen Mannes" oder "Wann die Oma ins Gras beißt" trieben den Gästen in der Strobelhütte die Tränen in die Augen.
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