Musiker treten auf, um mit Spendenerlös Patienten mit Multipler Sklerose zu helfen
Konzert mit Nachhall

Die Weidener Sopranistin Hildegard Zoltziar und Tenor Stephano Grimaldi singen, um Spenden für MS-Patienten zu sammeln. Bild: ske
Kunst bereitet Menschen Freude, Musik öffnet die Herzen. Beides kann helfen. Nicht nur im übertragenen Sinn. Denn die Weidener Sopranistin Hildegard Zoltziar hilft ganz konkret, indem sie singt. Der Erlös ihres Benefizkonzertes wird Patienten zugutekommen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Am 25. Oktober wird die ausgebildete Sopranistin, die vielen von ihrer Arbeit im Weidener Klinikum bekannt ist, um 17 Uhr in der Kirche Maria Waldrast in Weiden singen. Mit dabei sind zudem Tenor Stephano Grimaldi sowie Organist und Pianist Andreas Rüsing. Gemeinsam bringen sie bekannte und weniger bekannte Melodien von Beethoven, Tosti, Mozart, Max Reger und anderen zu Gehör.

Hildegard Zoltziar singt seit ihrem 6. Lebensjahr. Zudem spielt sie Trompete, Gitarre und Kirchenorgel. In Opern- und klassischem Gesang wurde sie an der Franz-Grothe-Musikschule ausgebildet. Darüber hinaus nahm sie Unterricht bei Diplom-Gesangspädagogin Helga Samson (Hamburg). 2013 belegte sie mit Erfolg bei Tenor Werner Compes (Düsseldorf) einen Meisterkurs. Ein weiterer folgte 2015 bei Prof. Cheryl Studer. Ihre verschiedenen Auftritte führten sie bereits mehrfach über die Grenzen der Region hinaus.

Tenor Stephano Grimaldi aus Würzburg wurde 1970 in Nürnberg geboren. Der Sohn eines Italieners und einer Deutschen sang bereits als 14-jähriger im Kirchenchor. Mit 30 begann er eine klassische Ausbildung bei Anja Hackl in Fürth und später bei Annette Lubosch in München. In zahlreichen Konzerten bietet er sein italienisches Repertoire sowie auch sakrale Musik an. Mit "Raphael und Grimaldi" setzte er 2011 ein neues Konzept um, mit Panflöte und Tenorgesang wird ein ganzes Konzert gestaltet. Das Konzept wurde mittlerweile bei mehr als 15 Konzerten - auch in Österreich - umgesetzt.

Pianist und Organist Andreas Rüsing hat sich vor allem als Komponist einen Namen gemacht. Er hat fünf Musicals komponiert, darunter "Christa", das in 60 Aufführungen etwa 11 000 Gäste besuchten. Bereits mit elf Jahren schrieb er die erste Oper, mit 14 vertonte er die gesamte "Apokalypse des Johannes", die auszugsweise u. a. in Paris und Chartres aufgeführt wurde.

Der Eintritt beim Benefizkonzert ist frei. Die Künstler bitten aber um Spenden. Der Erlös soll in voller Höhe in die Gestaltung der mittlerweile neunten Ausstellung "Denken - Fühlen - Malen" mit Bildern von Künstlern mit Multipler Sklerose fließen. 2016 werden wieder neue Bilder von rund 20 Patientinnen gezeigt.
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