Neue museumspädagogische Projekte im Keramikmuseum
Museum wird "hörbar"

Bald gibt es spannende Geschichten zu den Exponaten im Internationalen Keramikmuseum zu hören. Irene Fritz (hinten, rechts), Stefanie Dietz (vorne, rechts), Karina Ertl (Mitte), Sieglinde Joisten und Axel T. Schmidt halten ihre Ohren schon mal offen. Bild: Schönberger

Lauscher auf für "Hörbar": Schüler entwickeln eigene Geschichten zu Exponaten des Internationalen Keramikmuseums und sprechen diese auf Audio-Guides. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

"Das Klischee vom langweiligen Museum soll geknackt werden", sagt Axel T. Schmidt, Kunsterzieher am Kepler-Gymnasium, bei der Präsentation des Herbst-/Winterprogramms im Internationalen Keramikmuseum. Gemeinsam mit Museumsleiterin Stefanie Dietz und Irene Fritz, Leiterin der Kinder- und Jugendkunstschule sowie der Kulturwerkstatt Kalmreuth, stellte er innovative Konzepte der Museumspädagogik vor, die in Weiden realisiert werden.

Schüler erstellen Guides


Präsentiert wird zum einen das Projekt "Hörbar", das von den Kooperationspartnern des Netzwerks Stadtkultur Bayerischer Städte unterstützt wird. Als Kunsterzieher vor Ort waren Axel T. Schmidt und Karina Ertl vom Kepler-Gymnasium hier stellvertretend anwesend. Das Ziel: Schüler sollen Audio-Guides für das Museum entwickeln. Beteiligt sind der Werk-Kurs und die Hochbegabtenklasse 6 e des "Kepler".

Der Clou: Die Kinder stellen durch eigene Ideen einen Bezug zu den Exponaten her. Sie suchen sich ihre Lieblingsstücke aus und erarbeiten Hintergrundinformationen dazu (Geschichte, Dekor, Maße). Danach werden sie ihre individuellen Assoziationen in Texten niederschreiben. Dabei können sie ihrer Fantasie freien Raum lassen. Die entstandenen Geschichten sprechen die Schüler in Form von Erzählungen, Interviews, Dialogen oder poetischen Texten auf die Audio-Guides. Damit führen sie in Zukunft mit ihren Stimmen andere Kinder durch die Ausstellung.

Irene Fritz berichtete außerdem über neue Entwicklungen bei dem Projekt "Atelier Welt-Traum". Seit Mai arbeitet sie jeden ersten Freitag im Monat mit Kindern des Arbeitskreises Asyl. Die Teilnehmer gestalten in der Werkstatt ihre eigenen Erfahrungen und Eindrücke in Ton. "Das schafft einen unmittelbaren Zugang", sagte Fritz. Aktuell machen 15 Jugendliche - sowohl mit Flüchtlings- als auch Migrationshintergrund - von diesem Angebot Gebrauch. Besonders interessant sei es, wenn Kinder, die aus dem arabischen Raum (z. B. Syrien, Afghanistan, Pakistan) stammen, Geschichten zu den Keramikexponaten aus ihrer Heimat erzählen. Damit leisteten sie einen hilfreichen Beitrag für das Museum und seine Objekte.

"Kulturpaten" unterstützen


Auch im Winterhalbjahr wird das Programm wieder finanziell durch "Kulturpaten" unterstützt. Dieses Jahr sind das die Sparkasse Oberpfalz Nord, die Raiffeisenbank Weiden, das Medienhaus "Der neue Tag" sowie "Die Keramischen", der Freundeskreis des Museums .
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