Neue "Sünde" gesucht
Trotz Erfolgs: Live-Club auf der Allee muss schließen

Julian Maier-Hauff in der "Sünde": eines von neun erfolgreichen Konzerten, seitdem die ehemalige Metzgerei-Filiale Mitte Oktober zum Live-Club mutiert war. Der muss jetzt dennoch schließen. Bild: hfz/Kahlert
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
28.12.2015
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Von der Metzgerei-Filiale zum Live-Club war es nur ein kleiner Schritt. Aber ein sehr erfolgreicher. Gerwin Eisenhauers "Trio Elf" waren die ersten, die Mitte Oktober im ehemaligen "Hausner & Peugler"-Laden auf der Allee spielten, "William's Orbit" am Sonntagabend die letzten. Dazwischen gab es sieben weitere Konzerte unterschiedlichster Stilrichtungen im Pop-up-Club "Die Sünde". Allesamt ausverkauft oder knapp davor. Trotzdem muss der Veranstaltungsverein "das sündikat" nun die Segel streichen.

Besitzerin Martina Taller-Krinninger will die Räume sanieren lassen, um sie weitervermieten zu können. Dem "sündikat" hatte sie den Laden mietfrei überlassen: "Ich wollte dem Verein helfen, damit er seine guten kulturellen Ideen umsetzen kann." "das sündikat" dankt ihr dafür ausdrücklich, wie Mitglied Christian Gold betont. Dank der großzügigen Unterstützung sei es möglich gewesen, die Eintrittspreise niedrig zu halten und die Künstler angemessen zu bezahlen.

Folk mit "Darcy", Jazz mit Julian Maier-Hauff, Pop mit "Missincat": ein extremes Kontrastprogramm, doch stets füllten kaum weniger als 90 Besucher die "Sünde", darunter viele Stammgäste. Um die Verpflichtung der Künstler kümmerte sich Lukas Höllerer, der beim Abschied am Sonntag "glatt eine Träne verdrücken" musste. Beschwerden etwa wegen zu lauter Musik waren Fehlanzeige. "Für alle war es eine schöne Zeit", sagt Christian Gold. Und die Fortsetzung - an anderer Stelle - ist keinesfalls ausgeschlossen: "das sündikat" sucht jetzt ähnlich geeignete Räume im Bereich der Innenstadt (Tipps an info@suendik.at). Wo versteckt sich die "Sünde 2.0"?
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