Paldauer füllen die Max-Reger-Halle
Schöne weiße Weihnachtswelt

Gefeierter Gastauftritt: Dank "Paldauern" durften die Weidener noch 2015 einen Schneemann bewundern.

Wenn uns schon das Wetter im Stich lässt, auf "Die Paldauer" ist Verlass. Jedes Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag verzaubern uns die Österreicher mit ihrer Illusion von einer prachtvollen weißen Weihnacht.

Aber an der Schneemaschine wird inzwischen auch schon gespart: Die Flocken sind per Video zugespielt. Als Sahnehäubchen schicken die "Paldauer" uns immerhin noch ihren "Erwin, den dicken Schneemann" auf die Bühne.

Das Erfolgsrezept der Gruppe: "Man muss mit der Zeit gehen, sonst muss man gehen." Am Samstagabend ist es wieder so weit. Große Erwartungen in der Max-Reger-Halle. Über 900 Fans bejubeln ihre aus Funk und Fernsehen bekannten Helden, das wohl erfolgreichste Schlagersextett, auf der "Weihnachten wie im Märchen"-Tour. Viele haben weite Wege auf sich genommen. Einige begleiten ihre Idole von Konzert zu Konzert.

Aufwendige Kulissen


Natürlich erstrahlt der Abend wieder in aufwendig gestalteten Bühnenkulissen. Das Konzert beginnt mit den "Glocken von Rom". Unter dem Einfluss perfekt aufeinander abgestimmter Lichteffekte fahren "Die Paldauer" ihre Schlager ab. Sie spielen Songs, wie "Wir sind eine große Familie", "Über sieben Brücken" oder "Hör auf Dein Herz". Immer wieder berührt Schlagzeuger Franz Griesbacher in seinem 41. Berufsjahr als Musiker mit nachdenklichen Geschichten die Herzen der Fans. Viele Erzählungen sind auch humorvoll pointiert oder leicht politisch angehaucht, wenn er etwa über Kanzlerin Merkel spricht.

Die Pause nutzen Helfer für die Verpflanzung schneeweißer Bäumchen auf die Bühne. Die Alpenkulisse stammt vom Video. Trotzdem gestaltet sich der weihnachtliche Teil sehr niveauvoll. Vor allem deshalb, weil die Band Nikolaus- und Weihnachtslieder aus der Kindheit spielt. Griesbacher erinnert an eigene Weihnachtserlebnisse mit den fünf Geschwistern. "Jedes Kind hat etwas Spezielles bekommen. Aber im Vordergrund stand immer der tiefere Sinn von Weihnachten." Zu lernen, sich für andere zu freuen: Dies sei das schönste und beste Geschenk von allen gewesen.

Eindringlich appelliert er an die deutschsprachigen Europäer, mehr Nationalstolz zu zeigen. Ähnlich, wie es Italiener und Franzosen täten. Unter tosendem Applaus sagt er: "Wir dürfen uns doch nicht gefallen lassen, dass uns eine Nation wie Amerika ihren Stempel aufdrückt. Eine Nation, die gar keine Kultur hat."

Weihnachtliches Finale


Dann wird es wieder besinnlicher mit einer Mischung aus weihnachtlichen Dauerbrennern. Natürlich sei die Stunde schon fortgeschritten, Heiligabend vorbei. "Aber tun wir so, als steuerten wir jetzt erst auf diese heilige Nacht zu." Schließlich geht die Weihnachtskonzert-Tournee ihrem Ende entgegen. "Little Drummer Boy", Slavko Avseniks "Sterne der Heiligen Nacht", "Wir wünschen Euch frohe Weihnachten". Und zum großen Finale "Feliz Navidad".
Weitere Beiträge zu den Themen: Weihnachtskonzert (49)Paldauer (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.