Pink Pedazzi und seine Band "The Big Easy" präsentieren bei Klein und Kunst großartigen ...
Song für den intergalaktischen Taxifahrer

Mit seiner Band "The Big Easy" hat sich Pink Pedrazzi (rechts) zwei virtuose Musiker mit ins Boot geholt, die sein Songwriting in Perfektion umsetzen. Bild: otj

Ganz in Schwarz, prägnanter Zylinder - das ist es aber dann auch schon mit großem Shishi bei Pink Pedrazzi. Der Rest sind großartige, zeitlose Americana-Songs, garniert mit skurrilen Stories aus Pinks Leben, die sich die Gäste bei "Klein & Kunst" in der Max-Reger-Halle gerne anhören. Der Schweizer Singer/Songwriter ist vielleicht kein Chartbreaker, ein Unbekannter ist er deswegen noch lange nicht.

Seit dreißig Jahren steht er, hochgelobt von Kollegen und Kritik, auf der Bühne und im Studio - mit einer Reihe Bands wie den Zodiacs, der Moondog Show oder den Voyageurs. In Weiden begleitet ihn "The Big Easy", mit Mike Bischof an der Gitarre und Herbie Bach am Schlagzeug. Die Stimme von Pink Pedrazzi ist einprägsam und variabel, sicher vom Reibeisen bis in die höchsten Regionen der Kopfstimme. Seine Songs spielt er wahlweise auf der Akustikgitarre oder auf der verstärkten Ukulele. Mike Bischof verleiht mit der E-Gitarre den nötigen Zug nach vorne. Rhythmisch getragen von den Uhrwerk-Drums von Herbie Bach. Beide sind auch für den mehrstimmigen Gesang in manchen Songs verantwortlich.

Die Geschichten, die Pink Pedrazzi mal melancholisch, mal beschwingt vertont hat, stammen aus seinem Leben. "Könnt Ihr Euch an das Gefühl erinnern, als alle anfingen, Euch zu siezen? Wenn man in den Spiegel schaut und sich denkt: Ich kenn Dich nicht, aber ich wasch Dich?" Ja, dann weiß man: Things have "Obviously Changed".

Und er hat ein Herz für Außenseiter. "Bei der Mondlandung damals, als die beiden anderen den Mond betreten haben. Einer musste so lange warten. Ein intergalaktischer Taxifahrer sozusagen." Diesem Michael Collins widmet er seinen Song "Almost the Moon". Neben Folk- und Country-Anleihen packt Pink Pedrazzi bei "Sweet Marie" dann auch noch den New-Orleans-Sound aus, der ein sumpfig-heißes Voodoo-Gefühl aufkommen lässt. Ohnehin sind enge Genregrenzen kein Thema für den Musiker: Auf einen langsamen Walzer folgt ein Cover-Stück von Tom Waits.
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