Raimund A. Mader veröffentlicht Buch über legendären Nachtclubbesitzer
König, Krimi, Klankermeier

In Raimund A. Maders neuem Roman dreht sich alles um Nachtclubbesitzer Walter Klankermeier. Archivbilder: Hartl/Polizei
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
29.01.2016
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In Raimund A. Maders neuem Roman dreht sich alles um Nachtclubbesitzer Walter Klankermeier. Archivbilder: Hartl/Polizei

Das Leben und der Tod des Walter Klankermeier liefern eine Krimi-Vorlage wie aus dem Lehrbuch. Der Autor und Augustinus-Lehrer Raimund A. Mader hat den Stoff nun auf seine Weise verarbeitet. Leser werden in dem Roman neben Klankermeiers Schnauzbart einen zweiten erkennen.

Das Telefon klingelt. Der Autor ist ein wenig überrascht, dass da ein Fremder gerade ihn ausgesucht hat mit diesem Anliegen: Er solle doch einmal über Walter Klankermeier schreiben, sagt der Anrufer. Und die Geschichten nehmen ihren Lauf.

Die eine Geschichte ist der Roman "Der König von Weiden", verfasst von Raimund A. Mader. Darin stürzt die Hauptfigur, ein Schriftsteller, nach dem Anruf in eine Suche, die ihn durch Weiden, bis ans Mittelmeer, letztlich aber in seine eigene, düstere Vergangenheit führt. Die andere Geschichte beginnt 2008. Mader hatte gerade seinen ersten Krimi "Glasberg" veröffentlicht, da bekam er selbst einen solchen Anruf. Mader wollte zunächst aber nicht, es folgten stattdessen zwei andere Bücher. 2013 kam ihm die Idee wieder in den Kopf. Kommende Woche wird der "König" nun Einzug in die Buchläden halten.

Walter Klankermeier - legendärer Besitzer von, nun ja, sehr liberalen Nachtclubs in Weiden, 1982 ermordet, Fall nie geklärt. Im Roman - Obacht, es wird verschachtelt - macht sich der Schriftsteller daran, über den Rotlicht-Gastronom zu schreiben. Dass er selbst in seiner Kindheit Klankermeier sehr nah gekommen ist, schält sich nach und nach heraus. Bis dahin streift er durch Weiden, etwa zu den Serenaden, wo er auf einen Robert Maria Graf aufmerksam gemacht wird. Der Graf, der einen markanten Bart spazieren trägt und früher einmal das Kulturressort der Stadt geleitet hat. War da nicht was? Das Vorwort im "König" hat Bernhard M. Baron geschrieben, der frühere Weidener Kulturmanager. Natürlich hat auch der Protagonist einiges von einer realen Person: Nämlich von Mader selbst. Nicht nur, dass beide Väter von zwei Töchtern sind.

"Das Persönliche steckt immer stark drin", sagt Mader. Zu viel Wirklichkeit solle man aber nicht erwarten. Es ist und bleibt Literatur. Zumal in diesem Fall, der mit dem Roman im Roman ohnehin "mit Realität und Fiktion spielt". Eineinhalb Jahre lang hat Mader an dem Buch geschrieben. Neben seinem Hauptberuf: Der 64-jährige Eschenbacher unterrichtet am Augustinus-Gymnasium Deutsch und Englisch. Geboren ist Mader in Bad Tölz, er lebt allerdings schon seit 30 Jahren in der nördlichen Oberpfalz. Da liege es einfach nahe, dass Weiden immer wieder Schauplatz in seinen Werken sei. Zumal sein Verlag ohnehin auf Regional-Literatur spezialisiert sei. Das müsse aber nicht immer so bleiben, sagt Mader. Vorerst zumindest werde es jedoch nichts Neues geben.

Nach vier Büchern und weiteren Texten innerhalb von sechs Jahren "brauche ich eine Pause". Im Ruhestand, er steht in eineinhalb Jahren an, soll's aber weitergehen. Eine Idee habe er jedenfalls schon. Und sollte die doch unbrauchbar sein - vielleicht klingelt ja irgendwann noch einmal das Telefon.

„König“ erscheint am 3. Februar
Raimund Maders Roman „Der König von Weiden“ (Gmeiner-Verlag) erscheint am 3. Februar und kostet 9,99 Euro. Mader selbst stellt sein Werk natürlich auch bei Lesungen vor: Am Dienstag, 16. Februar, ab 19 im Malzhaus in Eschenbach und am Donnerstag, 18. Februar, ab 20 Uhr in der Buchhandlung „Stangl & Taubald“ in Weiden.
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