"Reger-Stadt" muss man sich verdienen

Das Programm für die Max-Reger-Tage 2015 steht. (Von links) Astrid Karl, Lothar Höher, Waltraud Koller-Girke, Irmi Betz und Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz stellten es vor einem Porträt des Künstlers im Max-Reger-Zimmer des Weidener Stadtmuseums vor. Bei der Präsentation gab es außerdem einen Ausblick auf 2016 - in dem sich der Tod von Reger zum 100. Mal jährt. Bild: Otto

Auch wenn die Stadt an allen Ecken und Enden sparen muss und gerade die Kulturschaffenden mit weniger Budget auskommen müssen - am Donnerstag stellten Petra Vorsatz, ihr Team und Bürgermeister Lothar Höher ein Programm vor, das sich mehr als sehen lassen kann.

"Geborene Musikanten. Max Reger und die tschechische Musik" - das ist der Titel der diesjährigen Max-Reger-Tage, die von 13. September bis 4. Oktober über die Bühne gehen. Mit 13 Konzerten inner- und außerhalb der Stadtgrenzen. Die Auftaktveranstaltung am 13. September in der Max-Reger-Halle gestaltet das "Oxalys Ensemble" mit Streichsextetten von Max Reger und Antonín Dvorák. Unmittelbar vor dem Konzert spricht Professor Dr. Wolfgang Rathert über das Motto der Reger-Tage.

Ausflug mit Konzert

In den folgenden Tagen gastieren meisterhafte Musiker wie die Klaviervirtuosen Markus Becker, Eung-Gu Kim, Rinko Hama und Ruben Meliksetian sowie der Weidener Organist Hanns-Friedrich Kaiser in Weiden. Aber auch ausgezeichnete Kammermusik-Ensembles, die Reger und die tschechischen Komponisten aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten.

Ein Höhepunkt wird am 20. September die "Hommage a Max Reger" von Kolja Lessing sein. Der vielfach ausgezeichnete Geiger, Pianist und Komponist spielt und moderiert zwischen den Programmpunkten "Im Geiste Bachs ...", "Nostalgien" und "Grotesken".

Ein Programmpunkt nennt sich "Ausflug mit Konzert", der Freunde der klassischen Musik nach Marienbad einlädt, durch die Bäderstadt zu flanieren und sich anschließend im Chopin-Haus mit Musik von Mozart, Martinu, Reger und Dvorák verwöhnen zu lassen.

Auch ein Meisterkurs wird wieder angeboten. Nachdem es aus organisatorischen Gründen bereits im März zwei Liedkurse gegeben hatte, wird sich Dozent Professor Markus Becker als ausgewiesener Reger-Experte der Klavier- und Klavier-Kammermusik widmen.

2016 schon im Blick

Während also die Planungen für 2015 getroffen sind, haben die Macher der Max-Reger-Tage bereits 2016 im Blick. Denn dann jährt sich der Tod des Komponisten zum 100. Mal. Eine Verpflichtung sieht Lothar Höher darin: "Den Titel Max-Reger-Stadt muss man sich verdienen".

Der Bürgermeister betonte die gute Arbeit des Kulturamts: "Dank Ihrer Arbeit können wir uns mit Reger sehen lassen." "Die Einbeziehung Regers ins Stadtbild, Workshops mit Schülern oder die Verbindung von bildender Kunst und seiner Musik - wir haben schon sehr viele Ideen, aber müssen sehen, wie sich die realisieren lassen", sagte Vorsatz.

Entscheidend sei die Frage der Finanzierung. "Aber da sind wir auf einem guten Weg", betonte Höher. Auch der Freundeskreis der Max-Reger-Tage hat Unterstützung signalisiert. Man werde sich natürlich auch 2015 einbringen, aber die Planung und Umsetzung des Todesjahres 2016 bilde einen Schwerpunkt des Vereins-Engagements, versicherte Waltraud Koller-Girke.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.maxregertage.de/
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