Regionen um die Kulturhauptstadt auf deutscher und tschechischer Seite Gastgeber für ...
Auf der "Musikbrücke" bis nach Pilsen

Projektleiter Hans Eibauer (von links), Projektmanagerin Maika Victor-Ustohal, Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz, Vorsitzender des Förderkreis für Kammermusik Christoph Thomas, Bürgermeister von Pfreimd Richard Tischler, Maria Seggewiß und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß schlagen Brücken nach Tschechien. Bild: Kunz
In den kommenden Monaten werden 24 Konzerte in den bayerisch-tschechischen Nachbarregionen musikalische Brücken rund um die Kulturhauptstadt Pilsen 2015 bauen. Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Musikbrücke 2015" mit dem Konzert des Westböhmischen Symphonieorchesters Marianske Lazne in der Max-Reger-Halle.

Die Konzertreihe wird vom Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee und der Gesellschaft für die Kulturhauptstadt Pilsen koordiniert und präsentiert. CeBB-Leiter Hans Eibauer erinnerte bei einem Pressegespräch, an dem sich auch der Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, sein Bürgermeisterkollege aus Pfreimd, Richard Tischler, Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz und der Vorsitzende des Förderkreises für Kammermusik, Christoph Thomas, beteiligten, an die ersten Überlegungen zur Musikbrücke.

Musikalischer Treffpunkt

"Wir wollten auch die Regionen um die Kulturhauptstadt Pilsen auf bayerischer und tschechischer Seite einbinden und zu Treffpunkten für das musikbegeisterte Publikum aus beiden Nachbarregionen machen." Das Centrum Bavaria Bohemia und die Pilsner Partner freue es, dass sich Partnerstädte, Vereine, Organisationen und Institutionen am Projekt beteiligten und in den nächsten Monaten musikalische Brücken über die Grenze schlagen würden.

Weiden war Veranstalter des ersten Konzerts. Mit bekannten Melodien aus Ouvertüren, Polkas und Walzern von Johann Strauß, Franz Lehar, Bedrich Smetana, Antonin Dvorak klangen die Bayerisch-Böhmischen Kultur- und Wirtschaftstage aus. Das Gegenkonzert in Marienbad mit Kammermusik des Duos Aglaia Graf und Benjamin Gregor-Smith findet am 28. September statt.

Es sei dann in die Max-Reger-Tage unter dem Motto "Geborene Musikanten. Max Reger und die Tschechische Musik" eingebunden. "Wir freuen uns, dass wir durch die Musikbrücke eine weitere Gelegenheit haben, unsere Beziehungen ins Nachbarland zu intensivieren und tschechische Künstler in bestehende Veranstaltungsreihen einzubinden", gab Seggewiß zu verstehen.

Bis Ende September bieten die zahlreichen Musikbrücke-Konzerte die Möglichkeit, deutsche und tschechische Musiker in der Region rund um die Kulturhauptstadt Pilsen zu erleben. Das Spektrum reicht von einem Sonderkonzert der Tschechischen Philharmonie Prag am 9. Mai in Weiden über ein Open-Air mit deutschen und tschechischen Rockbands in Schönsee am 27. Juni und in Domazlice/Taus am 28. August bis hin zu einem bayerisch-böhmischen Musikantentreffen in Vseruby am 1. Juli.

Konzert im Garten

Dem CeBB und den örtlichen Veranstaltern gelang es, für einige Konzerte außergewöhnliche Veranstaltungsorte zu finden. Die große Produktionshalle der Ziegelei Senft in Wörth an der Donau wurde passend zur regionalen Programmlinie für ein Kammermusikprogramm der tschechischen Künstlerinnen Edita Keglerova (Cembalo) und Ivana Bilej Broukova (Sopran) ausgewählt. Das Konzert findet am 6. Juni statt.

Für ein Konzert der Falkenberger Karpfenmusik am 13. Juni öffnet ein mit viel Liebe gestalteter Privatgarten in Utery, unweit des Klosters Tepla, seine Pforten. Das Pendant wird am 20. September am Fuß der Burg Falkenberg über die Bühne gehen, acht Wochen vor der offiziellen Eröffnung. In der Kirche des beeindruckenden Klosters Kladruby präsentieren am 20. Juni Chöre der Basilika Zwiefalten und der Gemeinde La Tessoualle in Frankreich sowie das Orchester mit Dozenten und Studierenden des Konservatoriums Pilsen Werke des Zwiefaltener Komponisten Ernest Weinrauch.

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http://www.bbkult.net
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