Schreinerinnung Nordoberpfalz: Schreinergesellen nehmen an Gestaltungswettbewerb teil
"Die gute Form" kommt an

Die Sieger nach vorn: Anja Bruischütz (rechts), Georg Haberkorn und Yasmin Portius zeigen stolz ihre Urkunden. Über ihre Leistungen freuen sich auch die Lehrherren, Ehrengäste und Jury sowie Obermeister Wolfgang Seifried (rechts). Bild: R. Kreuzer
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
11.08.2015
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Bei jungen Schreinergesellen gehört die Teilnahme am Wettbewerb "Die gute Form" inzwischen zum guten Ton. Die eingereichten Arbeiten erfüllen auch in diesem Jahr wieder alle Anforderungen.

Heuer war die Anzahl der Teilnehmer am Gestaltungswettbewerb "Die gute Form" höher als im letzten Jahr: 14 junge Gesellen beteiligten sich mit ihrem Modell am Wettbewerb. "Mit viel Engagement und Kreativität haben sich die Gesellen an die Arbeit gemacht. Es war schwer, die Favoriten unter den herrlichen Modellen zu finden", sagte Obermeister Wolfgang Seifried von der Schreinerinnung Nordoberpfalz.

Exzellente Arbeiten

In der Regionalbibliothek trafen sich viele Ehrengäste aus Politik, Schule und Handwerk. Der Wettbewerb "Die Gute Form" im Schreinerhandwerk zeichnet exzellent gestaltete Gesellenstücke aus. Eine Experten-Jury wählt die Stücke aus. Bewertet hatten Architekt Armin Jurezka, Diplom-Bibliothekarin Daisy Brenner, die stellvertretende Leiterin der Bibliothek, Obermeister Wolfgang Seifried von der Kreishandwerkerschaft sowie Sabrina Horn und Reinhard Bergschneider vom Holzwerk Gebhard aus Cham die Arbeiten.

"Eine Entscheidung war nicht auf den ersten Blick möglich. Wir hatten drei Durchgänge, in denen die Möbel nach der Form, der Funktion und der Konstruktion bewertet wurde. Die Gesellen haben einen hohen Anspruch erfüllt, als sie ihre Gesellenstücke designten", bestätigte Juryleiter Architekt Armin Juretzka.

Die handwerkliche Qualität bewertete die Jury. Architekt Juretzka stellte die drei Sieger vor. In den Wertungsrundgängen hatte die Jury von den 14 Teilnehmern acht in die engere Wahl gebracht, fünf erhielten eine Belobigung mit Urkunde und drei eine Siegerurkunde.

Belobigt wurden Alex Filonenko vom Betrieb Georg Bauer aus Pressath mit dem Würfelsitz "Spiel mit mir", ebenso Philipp Hampicke (Betrieb Michael Ruland, Krummennaab) mit dem "Variablen Phonomöbel", Maximilian Höcht (Firma Panzer Shopconcept, Erbendorf) mit einer Kommode, Michael Schiedeck (Wolfgang Weiss, Konnersreuth) mit einem Lowboard und Johannes Spörer (Küchenstudio Amann, Altenstadt) mit einem Telefonschränkchen). Den dritten Platz belegte Yasmin Portius (Leonhard Kellner, Weiden) mit einem Badschrank. Hierzu erklärte Juretzka, dass das Modell eine große Klarheit in der Form aufzeige. Der Möbelkörper sei pur und ohne störende Accessoires, aber mit einer Push-Griffleiste ausgestattet.

Mit Material gespielt

Den zweiten Platz holte sich Anja Bruischütz (Panzer Shopconcept GmbH) mit einer Sitta. Das ist ein Sitzmöbel mit Tablett, ein überzeugendes Möbelstück mit schönen Details, einer hochklappbaren Sitzfläche. "Das Spiel mit verschiedenen Materialien und den Holzverbindungen sprechen für die Wahl." Sieger wurde Georg Haberkorn (Georg Schächtl Schreinerei Hartwich in Weiden) mit einem Sideboard. "Das Möbel ist klein und bescheiden, aber oho." Selbst das Innenleben weise eine Homogenität auf und komme mit zwei Materialien aus. Vieles sei versteckt eingebaut. Die Gewinne finanzierte das Holzzentrum Gebhard in Cham.

Seifried dankte dem Prüfungsausschuss für die Bewertung sowie den Betrieben, der Schule und den Kollegen für die Unterstützung.

Der Sieger darf nun auf Landesebene in München sein Gesellenstück ausstellen. Für die Bevölkerung ist die Ausstellung zwei Wochen in der Regionalbibliothek geöffnet.
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