Sonderkonzert mit "Oregon" zum 40-jährigen Jubiläum des Jazz-Zirkels
Zwischen Jazz, Klassik und Weltmusik

Bei den "Jazz-Open Stuttgart" erhält Ralph Towner im Juli die "German Jazz Trophy" für sein musikalisches Lebenswerk. Beim Jazz-Zirkel in Weiden kann man diesen Giganten der zeitgenössischen Musik mit seiner Gruppe "Oregon" am 12. April hautnah in der Max-Reger-Halle erleben. Im "Paul Winter Consort" traf Ralph Towner 1967 auf Collin Walcott und Paul McCandless, mit denen er vor 45 Jahren die Gruppe "Oregon" gründete. "Oregon" ist auf den großen Bühnen der Welt zu Hause: Carnegie Hall, Berliner Philharmonie, Wiener Mozartsaal und alle großen Festivals gehören zum Alltag der erfolgreichen Gruppe.

Grammy-Nominierungen

1994 gastierte "Oregon" als Trio auch in Weiden, schon damals eine Sensation für Musikliebhaber ohne Scheuklappen. "Oregons" Musik ist eine faszinierende Mischung aus Jazz, Klassik und Weltmusik auf allerhöchstem Niveau. Die Gruppe gehört zu den beständigsten Formationen im Jazz und wurde mehrfach mit Grammy-Nominierungen geadelt.

Ralph Towner wurde 1940 in ein hochmusikalisches Elternhaus geboren und improvisierte bereits mit drei Jahren am Klavier. An der University of Oregon studierte er Musiktheorie und Komposition, am Klavier war sein großes Vorbild Bill Evans. Später studierte er an der Wiener Musikakademie klassische Gitarre. "Die Gitarre beeinflusste das Klavier und umgekehrt. Beides klingt heute bei mir ziemlich ähnlich. Ich behandle die Gitarre nämlich wie ein Tasteninstrument und habe das Empfinden, dass ich darauf ebenso mit beiden Händen spiele wie auf dem Klavier", sagt er. Das Münchner ECM-Label wurde zu seiner musikalischen Heimat und mittlerweile hat er mehr als zwei Dutzend Alben mit "Oregon" eingespielt. Unzählige weitere produzierte er als Solist oder zusammen mit Künstlern wie Gary Burton, John Abercrombie, Keith Jarrett, Kenny Wheeler, Paolo Fresu oder Jan Garbarek.

Auch Paul McCandless (Jahrgang 1947) ist ein Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz. Seine Hauptinstrumente sind Oboe, Englischhorn, Saxofon und Klarinette, sowie alle nur erdenklichen Flöten. Er prägt den unverkennbaren Klang der Gruppe und kreierte auch den Namen "Oregon" als nostalgische Reminiszenz an ihren Heimatstaat.

Tournee-Vertretung

Schlagzeuger Mark Walker wurde 1961 in Chicago geboren und ist seit 19 Jahren bei "Oregon". Walker machte sich vor allem im Latin-Jazz einen Namen, wo er mit Größen wie Paquito d'Rivera oder Michel Camilo zusammen arbeitete.

Der italienische Kontrabassist und Komponist Paolino Dalla Porta (Jahrgang 1956) vertritt während der aktuellen Tournee Gründungsmitglied Glen Moore. Auch er kann auf prominente Mitspieler wie Kenny Wheeler, Aldo Romano oder Tony Oxley verweisen. Die aktuelle Europatournee führt die Gruppe von Kroatien über Italien und Rumänien bis nach Schweden und Finnland. Das Sonderkonzert zum 40-jährigen Jubiläum findet am Sonntag, 12.April, um 19.30 Uhr im Gustav-von-Schör-Saal der Max-Reger-Halle statt. Karten an der Abendkasse.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.jazz-zirkel-weiden.de/
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