Spaenle: Geschichte wird in der Oberpfalz geschrieben und da besonders in Weiden
Über „Gott und die Welt“

Beim Tutorenworkshop zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sprach Rektor a.D. Rainer Christoph über "Eine grenzübergreifende Hilfe in der Nachbarschaft der Oberpfalz und Tschechiens - Die Renovierung eines ökumenischen Kreuzweges in Stribro/Mies". Bild: Schönberger

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche zur Auseinandersetzung mit Geschichte anzuregen, die vor der eigenen Haustür stattgefunden hat und oft bis in die Gegenwart nachwirkt. Dieser renommierte Schülerwettbewerb ist in Weiden immer auf besonders fruchtbaren Boden gestoßen. Besonders hochgehalten hat ihn der frühere Studiendirektor am Kepler-Gymnasium, Burkhard Röhlinger. Die Folge waren zahlreiche Auszeichnungen. Als Bundessieger besonders bekannt wurde Michael Brenner, später Professor für jüdische Geschichte in München. Die Weidener Erfolge führten zu der Aussage von Kultus- und Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle:" Geschichte wird in Bayern in der Oberpfalz geschrieben und dort ganz besonders in Weiden."

Jetzt ist es wieder soweit. Wie Dr. Sebastian Schott vom Kulturamt im Kulturbeirat mitteilte, ist am 1. September die 25. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs gestartet. Das Thema in diesem Jahr lautet "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte". Um vor allem Lehrkräften der Fächer Geschichte und Religion den Wettbewerb und das diesjährige Thema vorzustellen, haben Stadtarchiv und Stadtmuseum in dieser Woche einen ganztägigen Tutoren-Workshop veranstaltet. Dabei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die außerschulischen Lernorte Archiv, Museum und Gedenkstätte kennenzulernen und Anregungen entgegenzunehmen.

Ferner kam es zum Gedankenaustausch mit Vertretern der christlichen Kirchen sowie der jüdischen und islamischen Gemeinde. Buchhändler Martin Stangl stellte das Wissensprojekt "Tod, Sterben und Jenseits in den Hauptreligionen" vor. Unter der Überschrift "Oral History" führte Harald Rippl vom Fernsehsender OTV Gespräche mit Henny Brenner, der Autorin von "Das Lied ist aus. Ein jüdisches Schicksal in Dresden" (siehe Seite 25), und mit Antonia Wechsler über ihr Projekt "Der Einfluss Max Regers auf die Kirchenmusik".

In einem Zusatzpunkt im Kulturbeirat stellte die Leiterin der Regionalbibliothek, Sabine Guhl, den Bayerischen Bibliotheksplan vor. Als Beirat im Bayerischen Bibliotheksverband war sie an der Erstellung beteiligt. Der Plan stellt Handlungsfelder, Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven zusammen. So reicht die rolle der Bibliotheken als Bildungspartner von der Kitagruppe bis zum Studenten und weiter bis ans Ende des Lebens.
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