Sparzwänge: Stadtjugendring streicht "Skate-Night"
Ausgerollt

Was für eine Sause. Seit 1997 war die "Skate-Night" beliebter Anlaufpunkt jeweils von vielen hundert Läufern. Jetzt ist erstmal Endstation. Bild: Wilck

Den Termin hatte der Eishockey-Nachwuchs fest eingeplant: Freitag, 26. Juni 2015 - "Weidener Skate-Night". Mit rund 50 Cracks im Alter von 8 bis 14 Jahren wollte Betreuer Heinz Preßl auf Inlinern durch die Stadt kurven. Wie schon im vergangenen Jahr, als insgesamt mehr als 500 Teilnehmer an den Start gingen. Doch daraus wird nun nichts.

Vor vier Wochen hat sich Preßl den Termin im Jugendzentrum noch telefonisch bestätigen lassen. Jetzt schildert er sich als bitter enttäuscht und "eigentlich auch sauer": Aus ein paar dürren Sätzen im Internet musste er erfahren, dass die "Skate-Night 2015" abgesagt ist.

Die 18. wäre es gewesen. Eine Traditionsveranstaltung für ganze Familien, bei der 1997 die Malteser-Jugend angeschoben hat. Ausrichter ist der Stadtjugendring. Und der sieht sich nicht mehr imstande, das beliebte Inliner-Festival zu organisieren. Geschäftsführer Ewald Zenger verweist auf die derzeitigen Personalnöte: Nach dem Abschied von Raimunda Brusokaite im März ist das hauptamtliche Juz-Team nur noch zu dritt.

Jüngstes Opfer der Weidener Sparzwänge

"Wir mussten die Haushaltsansätze in manchen Bereichen senken. Das haben wir getan - relativ schmerzfrei", sagt Zenger. "Um die ,Skate-Night' tut es uns sehr leid, weil sie Riesenspaß gemacht hat. Aber wegen ihr bricht die Jugendarbeit nicht zusammen."

Die "Skate-Night" - stets am Freitag vor dem Bürgerfest - ist damit das jüngste Opfer der Weidener Sparzwänge. Die Absage soll nach den Worten des Jugendpflegers auch die Stadt entlasten, konkret den Bauhof und seine Mitarbeiter, die wegen Absperrungen ausrücken mussten.

Vor allem die DJK Weiden sei schwer enttäuscht, räumt Zenger ein: Bei ihrer Sonnwendfeier ließen die Skater den Lauf zuletzt immer ausklingen. Willkommene Besucher, die heuer sicher ausbleiben. Ob die "Skate-Night" auch 2016 und damit dauerhaft ins Aus rollt, steht noch nicht fest.

Sparzwänge? Eine Erklärung, die Heinz Preßl nicht besänftigt. Im Gegenteil. Sparen schön und gut, meint er: "Aber muss das ausgerechnet den Nachwuchs betreffen?"
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