Strompost Kollektiv holt mit „Reger Now“ den großen Komponisten in die Gegenwart
Mit Loops und Samples ins Jetzt

Holen Max Reger gut gelaunt ins Jetzt: Luzi Brandl und Lukas Höllerer haben sich mit den Kollegen vom Strompost Kollektiv an den Querkopf herangewagt. Bild: otj

(otj) Das Reger-Jahr geht in den letzten Satz - und eröffnet den Schlussakkord am 30. September ab 20 Uhr in der Max-Reger-Halle (nicht im Vereinshaus, wie an anderer Stelle angekündigt) - mit einer eher ungewöhnlichen Perspektive auf den Komponisten. "Reger Now" nennt das Strompost Kollektiv sein Projekt - Jazz meets Classic.

Moderne Stilelemente


Bei einer Pressekonferenz erzählen Luzi Brandl und Lukas Höllerer von ihren Meetings mit dem quertreibenden Genie aus der Oberpfalz. Innige Liebe war es zunächst nicht. Am schwierigsten sei es für die jungen Musiker gewesen, einen Modus zu finden, nach dem sie arbeiten können. "Wir wollten es nicht so angehen, dass ein komplettes Lied die Basis bildet und wir da drüber improvisieren." Für ihre Interpretation bedienen sich die Musiker moderner Stilelemente. Samples und Loops wie in der elektronischen Musik. Die Wiederholung von Parts aus Regers Feder soll Entschleunigung erzeugen. "Wir haben uns ruhige Teile der Komposition genommen und konserviert", erklärt Höllerer.

Man müsse dabei aber aufpassen, dass sich die Sachen nicht zu weit von Reger entfernten. "Wir haben das Glück, dass wir den Jeri (Jeremias Kaiser) dabeihaben, der Reger schon seit seiner Kindheit kennt und darauf aufpasst", sagt Luzi Brandl. Es werde auch ein ganzes Stück von Reger dabei sein. Und eines, in dem nichts von Regers Hinterlassenschaft steckt. Das Ziel: Es soll nicht auffallen.

Genregrenzen brechen


Für "Reger Now" stehen am 30. September fünf Musiker auf der Bühne. Neben Luzi Brandl, Lukas Höllerer und Jeremias Kaiser sind das Benedikt Hengstl und Ulli Schmutzer. So wollen sie den Querkopf ins musikalische 21. Jahrhundert holen, Genregrenzen brechen, mit Reger-Klischees aufräumen.

Um den Zuschauern den Zugang zu erleichtern, werden die Künstler ihren 90 Minuten-Gig erläuternd moderieren. Außerdem soll eine Lichtshow noch mehr Projektionsfläche für die Zuschauer schaffen.
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