Tag des offenen Denkmals im Waldsassener Kasten
Mit Stadtplaner Dr. Emil Lehner auf Zeitreise

Mehr als einen Hingucker präsentierte Stadtplaner Dr. Emil Lehner (stehend) den Gästen beim Tag des offenen Denkmals zum Waldsassener Kasten. Bild: Kunz

Wo heute wertvolle Vasen stehen, urteilten einst Schöffen und Richter. Wie beim Waldsassener Kasten eins zum anderen kam, erzählt Dr. Emil Lehner beim "Tag des offenen Denkmals".

Das Internationale Keramik-Museum und die Regionalbibliothek, somit das Ensemble Waldsassener Kasten, standen beim "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag im Mittelpunkt des Interesses. Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Weiden hatte zum Infogespräch eingeladen. Die Interessenten erwartete eine spannende Zeitreise mit Einblicken in die Intentionen der Bauherren und Architekten der unterschiedlichen Bauphasen. Nach einem ausführlichen Vortrag von Dr. Emil Lehner besichtigten die zahlreichen Gäste das Museum bei einem Rundgang.

Die Besichtigung dehnte sich bis in die Regionalbibliothek aus. Referent Dr. Lehner ist Stadtplaner bei den SHL-Architekten. Er sprach auf Einladung der "Keramischen", des Fördervereins des Museums. Der Vortrag vermittelte einen Überblick von der Errichtung des Objekts über die Sanierung bis zur aktuellen Nutzung.

Der Waldsassener Kasten wurde über Jahrhunderte aufgrund unterschiedlicher Nutzungsanforderungen (Schule, Landgericht, Kloster-Außenstelle) durch verschiedene Bauherrn erweitert, saniert und teilweise gestalterisch modifiziert. Der jeweilige gesellschaftliche Kontext der Bauphasen wurde in einen größeren Betrachtungsrahmen eingebettet.

Und es wurden Analogien zu ähnlichen Objekten sowie ein Bezug zur aktuellen Baukultur hergestellt. Die letzte große Sanierung sei von der Stadt Weiden vor 25 Jahren durchgeführt worden. Lehner sei damals in die Arbeiten involviert gewesen.
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