Tomasz Stanko beim Jazz Zirkel
"Geschichten ohne Worte erzählen"

Der polnische Trompeter Tomasz Stanko kennt keinen musikalischen Stillstand. Mit seinem "New York Quartet" macht er am 14. April im Bistrot Paris Station: Ein Konzert der Sonderklasse, für das man sich die Karten im Vorverkauf sichern sollte. Bild: Reitz

Er ist auf den großen Bühnen der Welt zu Hause: Tomasz Stanko (Jahrgang 1942), Jazz-Legende aus Polen, gibt mit seinem "New York Quartet" am Donnerstag, 14. April, ein Sonderkonzert beim Weidener Jazz-Zirkel. Sein lyrischer und expressiver Trompetenstil ist einzigartig und unverkennbar.

Stockholm, Oslo, Warschau, Wien, das sind nur einige Stationen der aktuellen Tournee, die Tomasz Stanko durch Europa führt. Glückliche Umstände und ein freier Termin im dicht gedrängten Tourneeplan machen das Konzert in Weiden möglich, eine einmalige Gelegenheit, den Weltstar hautnah im gemütlichen Ambiente eines kleinen Jazzclubs zu erleben!

Mit Giganten gespielt


Spätestens seit 1965 ist der "Miles Davis des Ostens" ein Begriff, als er in der Gruppe von Krzysztof Komeda seine ersten professionellen Schritte machte: " Komeda war so etwas wie ein Guru für mich, besonders als Komponist. Er zeigte mir, wie man das Entscheidende spielt. Ich kann wirklich glücklich sein, dass ich meine Karriere mit so einem Lehrer beginnen durfte."

In den 70er Jahren war Stanko mit seinen eigenen Gruppen auch oft in Deutschland unterwegs, unvergessen sind seine Auftritte beim Nürnberger Ost-West-Festival zusammen mit dem Geigenvirtuosen Zbigniew Seifert. Seitdem spielte er mit der Creme der Europäischen Jazzszene, aber auch mit Giganten wie Cecil Taylor, Lester Bowie oder David Murray arbeitete er zusammen. Vor zwei Jahren erhielt er für sein Lebenswerk den Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik und wurde als "wichtigster Jazz-Botschafter Polens" gewürdigt. Er hat einen eigenen Sound auf der Trompete entwickelt, der ihn unverwechselbar macht.

Improvisatorische Freiheiten


Seit den 80er Jahren pendelt Stanko zwischen New York und seiner Heimatstadt Warschau hin und her. "New York ist der zentrale Platz für diese Musik", betont Stanko in einem Interview, und hier hat er auch kompetente Mitstreiter für sein aktuelles Quartett gefunden: "Musik ist die Kunst, Geschichten ohne Worte zu erzählen! Meine Musik ist ein lebendiger Organismus, ich mag es, wenn sie sich immer weiter entwickelt. Diese Musiker können das alles umsetzen!"

Pianist David Virelles stammt aus Kuba. Er ist klassisch ausgebildet und kann alles spielen. Er verbindet die afrikanischen Wurzeln des Jazz mit südamerikanischer Melancholie. Mit 32 Jahren gilt er als Senkrechtstarter in der Szene, 2015 gewann er in den "Down Beat Kritiker-Poll" in der Rising-Star-Kategorie. Begeistert äußert sich Stanko auch zu seinem Bassisten Reuben Rogers und Schlagzeuger Gerald Cleaver. "Ich gebe meinen Musikern große improvisatorische Freiheiten, im Gegenzug erwarte ich von ihnen Kreativität!"

Karten im Bistrot Paris unter Telefon 0170/2944233 und an der Abendkasse.

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Weitere Informationen:

www.jazz-zirkel-weiden.de
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