Traumhafter Tanz
"Der Nussknacker" begeistert Jung und Alt

Ein zauberhafter Klassiker hob in der Max-Reger-Halle erneut ab: "Der Nussknacker". Bild: Kunz

"Der Nussknacker" passt zu Weihnachten wie der Händlmaier-Senf zur Weißwurst. Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Ballettwerk vor dem Hintergrund einer weihnachtlichen Bescherung entpuppte sich einmal mehr als Märchen, das kleinen wie großen Besuchern gleichermaßen gefällt.

Die Choreographie, die das Russische Staatstheater in die bunte Kulisse einer gutbürgerlichen Familie des frühen 19. Jahrhunderts packte und sich eng an die klassische Vorlage hielt, vermittelte den Zuschauern am Sonntagnachmittag in der Max-Reger-Halle ein einzigartiges Balletterlebnis. Wahrscheinlich ist "Der Nussknacker" neben Tschaikowskys "Schwanensee" das schönste Ballettstück überhaupt.

Magie des Tanzes


Es beginnt mit einem beschwingten Heiligen Abend im Hause Stahlbaum. Onkel Drosselmeyer und schenkt den Kindern Spielsachen. Klara bekommt einen Nussknacker, der sie auf eine einzigartige Traumreise mitnimmt. Im Mittelpunkt stand neben einer wunderschönen Musik fortan die Magie des Tanzes. Fehlerlos, einfach perfekt, präsentierten sich die Tänzer in ihren wunderschönen Kostümen.

Die literarische Grundlage für das Stück ist das Märchen "Der Nussknacker und der Mäusekönig" von E.T.A. Hoffmann, das 1816 veröffentlicht wurde. Es erzählt von Mariechen, das von seinem Taufpaten die Nussknacker-Puppe erhält. Nachts überfällt eine Mäusearmee Marie, ihre Lieblingspuppe Klara und den Nussknacker. Mariechen siegt und wird im Puppenkönigreich zur Prinzessin gewählt. Eine gute Vorlage für Alexandre Dumas, der sie inhaltlich klar abwandelte. Aber auch für Tschaikowsky, der die Musik komponierte, und den Choreographen Marius Petipa. Das Libretto beschreibt einen einfühlsamen Weihnachtsabend. Hier ist jetzt Klara die Prinzessin. Nach vielen Abenteuern im Zauberwald bei orientalischen Tänzerinnen und im Königreich der Süßigkeiten findet sie in der Nussknacker-Puppe ihren Prinzen findet. Am Ende erwacht Klara aus ihrem Traum.

Die "Nussknacker"-Version des Russischen Staatstheaters war mit viel Grazie und Liebe zum Detail inszeniert. Scheinbar schwerelos und absolut synchron bewegten sich die Akteure über die Bühne. Eine romantische Rückbesinnung, die Lust auf mehr machte, was der tosende Applaus bewies.
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