Treffen der Generationen

Harald Rüschenbaum und das Landesjugend Jazzorchester gastieren am 31. Oktober beim "Jazzherbst" des Jazz-Zirkels Weiden. Dazu gesellen sich noch drei Solisten von Weltrang. Bild: hfz

Was passiert, wenn Musiker zusammen spielen, zwischen denen mehr als zehn Jahre Altersunterschied besteht? Harald Rüschenbaum, Leiter des Landesjugend Jazzorchester Bayerns erklärt's. Verschiedene Gruppen mit unterschiedlichem Niveau machen es möglich.

Vor 27 Jahren wurde das Landesjugend Jazzorchester Bayern (LJJO) gegründet und diente seitdem vielen jungen Musikern als Sprungbrett in die professionelle Laufbahn. Anfangs noch unter der Regie von Dusko Gojkovich, ist seit 1993 Harald Rüschenbaum der künstlerische Leiter dieses phänomenalen Klangkörpers. Am Freitag, 31. Dezember, 20 Uhr, gastiert das LJJO in der Max-Reger-Halle. In einem Interview äußerte sich Harald Rüschenbaum zu diesem außergewöhnlichen Konzertereignis.

Das Landesjugend Jazzorchester vereint junge Musiker im Alter von 10 bis 25 Jahren. Wie kann so etwas funktionieren?

Harald Rüschenbaum: Im LJJB gibt es Ensembles mit unterschiedlichen Levels. Die jüngeren Musiker von 11 bis 16 Jahren spielen im ersten, in der gegenwärtigen Konzertband beträgt das Alter 18 bis 23. Die Übergänge sind fließend, immer wieder sind Musiker verhindert oder wechseln zwischen den Ensembles. Gerade kommen wir von einer längeren Süd-Ost-Asien-Tournee zurück und jetzt gibt es wieder einige aktuelle Umbesetzungen.

Wie oft trifft man sich, wann wird geprobt?

Rüschenbaum: Wir treffen uns vier Mal im Jahr für jeweils eine Woche. Dann wird das Programm erarbeitet, oft auch mit Gastdozenten.

Was dürfen wir beim Konzert in Weiden erwarten?

Rüschenbaum: Zur typischen Big-Band-Besetzung haben wir zusätzlich drei hochkarätige Solisten dabei. Das Repertoire wird in der Woche vorher erarbeitet und es wird diesmal sicher mehr in Richtung Latinjazz gehen. Natürlich dürfen auch einige Standards aus dem Big-Band-Repertoire nicht fehlen.

Können Sie zu den Gästen einige Worte sagen?

Rüschenbaum: Da ist zunächst der Posaunist Jay Ashby. Er zählt zur absoluten Spitzenklasse auf seinem Instrument. Er und Steve Turré wurden von Meister Slide Hampton als legitime Nachfolger auserkoren. Mit Jay Ashby haben wir schon öfter zusammengearbeitet und es war immer super.

Die Sängerin Kim Nazarian ist seit 25 Jahren Mitglied der "New York Voices", eine der wegweisenden Gesangsgruppen in den USA mit starker Affinität zum Latinjazz. Marco Lobo ist ein herausragender Percussionspieler, der mit den großen Namen der Latin-Szene zusammengearbeitet hat. Er wird sicher einige eigene Arrangements mitbringen, bei denen auch unsere Percussiongruppe voll zum Einsatz kommt.

Wie viele Konzerte des LJJO wird es mit dieser Starbesetzung geben?

Rüschenbaum: Wir spielen drei Konzerte, das neu erarbeitete Material wird aber natürlich auch weiterhin im Repertoire bleiben.

Karten für das Konzert gibt es im Bistrot Paris unter Telefon 0961/3 81 13 49.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.jazz-zirkel-weiden.de http://www.ljjb.de
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