Veit Wagner und Stefan Voit im Rampenlicht
Hauptrollen beim Theater-Förderverein besetzt

Die schwersten Stufen sind genommen: Veit Wagner und Stefan Voit (vorne, von links) führen die "Freunde der Stadtbühne". Im erweiterten Vorstand engagieren sich zahlreiche Stadträte. Bild: Gammanick
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
07.07.2016
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Lange hat er geklemmt, doch jetzt hebt sich der Vorhang für den neuen Theater-Förderverein. Im Rampenlicht: Veit Wagner.

Der 70-jährige Tausendsassa, bekannt unter anderem als Stadtrat der Grünen, übernimmt den Vorsitz bei den "Freunden der Kulturbühne". Stellvertreter ist NT-Kulturchef Stefan Voit, Organisator der Reihe "Klein & Kunst" bei der Kulturbühne. Von den zwölf Gründungsmitgliedern erhielt das Duo am Mittwochabend im Kulturzentrum Hans Bauer in geheimer Wahl ein einstimmiges Votum. Und der Hauptdarsteller erntete den Beifall der Anwesenden. Er habe ja gehofft, dass sich ein anderer finde, gestand Wagner, der sich unter anderem auch als Sprecher von "Weiden ist bunt", für AK und Netzwerk Asyl sowie Amnesty International engagiert. "Aber es ist grundsätzlich wichtig, dass es mit der Kulturbühne weitergeht."

Zu verdanken, so Wagner, sei dies nicht zuletzt der Überredungskunst von Bürgermeister Lothar Höher - und einem Umdenken bei der Konzeption des Fördervereins. Der sollte ursprünglich in der Tradition von "Kleiner Bühne" und Landestheater das Tourneetheater in Weiden komplett organisieren. Allerdings fand sich in mehreren Versammlungen seit März niemand, der sich die Arbeit und die Verantwortung aufbürden wollte. Höher schilderte am Mittwoch kurz die neue Lösung, die er zusammen mit OB, Kämmerei und Kulturamt ausgetüftelt hatte: Die Stadt trägt das finanzielle Risiko, das Team der Max-Reger-Halle um Geschäftsführer Johannes Häring übernimmt die Verwaltungsarbeit. Programm, Marketing und Mitgliedergewinnung ist Sache des Fördervereins.

"Weiden braucht Theaterleben, weil es Oberzentrum ist und die ganze Region davon profitiert", betonte der neue Vorsitzende. Die Kulturbühne wolle vor allem Jugendliche fürs Theater begeistern. Wagner kündigte neue Ideen an - zum Beispiel die, "Gattungen zu durchbrechen" oder Stücke an anderen Orten ("Außenanlagen der Max-Reger-Halle") aufzuführen. Die Kulturbühne sei "eine gute Sache für den liberalen Geist in dieser Stadt".

Abgesehen von einem Schriftführer ist die Vorstandschaft komplett. Neben Wagner und Voit besteht sie aus Schatzmeisterin, Stadtkämmerin Cornelia Taubmann, den Kassenprüfern Lothar Höher und Wolfgang Lindner sowie den Beisitzern Reinhold Wildenauer, Norbert Freundorfer, Michael Bihler, Dr. Sema Tasali-Stoll, Stephan Gollwitzer, Philipp Beyer (alle Stadträte) sowie Gerd Hofmann und Johannes Häring.
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