Warme Farben an kalten Tagen

Künstlerin Melita Todorovic mit ihrem Sohn Relja.

Nach den kühlen Tagen mag sich manch einer die Sonne zurückwünschen. Mit der Ausstellung im Alten Schulhaus in Weiden leben die Erinnerungen an den heißen Sommer wieder auf: "Summer in the City - Stadtansichten" mit Werken der Weidener Künstlerin Melita Todorovic. Noch bis 27. September zeigt sie ihre Aquarelle.

Machte Todorovic mit der Ausstellung "Hidden places - Stadtansichten" auf unbeachtete und doch interessante Ecken in verschiedenen Städten aufmerksam, spiegeln die Ansichten von Weiden, Neustadt, München und Andalusien die Wärme und das Licht des Sommers in großen und kleinen Orten wider.

"Ich male Motive aus meiner Umgebung, egal wo ich mich befinde, im Urlaub in verschiedenen Städten oder zu Hause. Meistens sind die Motive aus einer Stadt, einem Dorf oder einer Landschaft", erklärt die Todorovic ihre Werke. Inspiriert wird die aus Serbien stammende Künstlerin durch Formen von Häusern, Straßenzügen, Bäumen oder Hügeln. Zudem versucht sie, Sonne, Licht, Wärme und auch Duft durch ihre Malerei einzufangen und festzuhalten, anderen zu vermitteln, für den Betrachter zu bewahren.

Motive aus Weiden

Todorovics Bilder fesseln, lassen den Besucher der Ausstellung eintauchen in die sommerliche Atmosphäre. Er will das Motiv entdecken, identifizieren, mit der Stimmung, dem Licht und der Wärme des noch nicht vollkommen vergangenen Sommers in Einklang bringen. Viele Motive erkennt der Gast in der Galerie im Alten Schulhaus. Er findet Motive aus Weiden, unvermutete, wunderschöne Ansichten aus Neustadt, jedoch auch aus München, Andalusien und aus Italien. Kennt er ein Motiv nicht, so entsteht in ihm die Sehnsucht nach einer Reise dorthin, weckt in ihm die Vorfreude auf den nächsten Sommerurlaub. Die Farbvielfalt ist berauschend, die Augen wollen nicht mehr loslassen, weitere Nuancen entdecken.

Wärme spürbar

Laudatorin Silke Winkler, Vorsitzende des Kunstvereins, erklärte bei der Vernissage, dass Melita Todorovic mit der Darstellung des Sommers an sich kunstgeschichtlich kein Neuland betreten habe. Viele andere Künstler würden dies in allen Epochen tun. So beeindruckten zum Beispiel die Impressionisten mit "sonnenverliebten Landschaften, lichtverzauberten Gärten und schattigen Festtafeln."

Melita Todorovic fange laut Winkler im Unterschied zu anderen Künstlern den Sommer allein mit den Mitteln der Farbe ein. Leuchtende Farbtöne würden mit erdigen Farbtönen kombiniert. Auf diese Weise werde die sonnige Wärme für den Betrachter spürbar. Die Stadtansichten unterscheiden sich nicht nur durch ihre landestypische Architektur, sondern auch in der Intensität der Farben. Sehenswürdigkeiten würden dicht an den Betrachter herangerückt. Die Ausschnitte und Ansichten vermittelten ein Gefühl von Geborgenheit. Melita Todorovic wurde 1952 in Serbien geboren. An der Hochschule für angewandte Kunst in Belgrad studierte sie Bildhauerei. Seit Jahren arbeitet sie als Dekor-Designerin bei den Porzellanfabriken Seltmann.
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