Weiden: Anderthalbstündiger Weihnachtskonzert am Augustinus-Gymnasium verlief erfolgreich
Hochklassige Klassik

Irre gut mit Iro: Auch bei klassischen Stücken herrscht die Freiheit der Frisurenwahl.

Am Augustinus-Gymnasium steht außer Frage, ob ein Weihnachtskonzert länger als 40 Minuten dauern darf. Die jüngste Darbietung am Donnerstagabend in der vollbesetzten Michaelskirche dauerte anderthalb Stunden. Und keiner im Publikum wollte auch nur eine Minute davon missen.

Das letzte gymnasiale Flaggschiff soll auf Kurs bleiben und weiterhin mit hochklassiger Musik für Vorfreude auf das Weihnachtsfest sorgen. Wenn im zweiten Stock des Augustinus die Zahl der Schüler immer mehr, wenn der Vertretungsplan in den Klassenzimmern immer länger wird: "Dann weiß man an unserer Schule, dass die staade Zeit beginnt", schmunzelte Schulleiter Helmut Matejka bei seiner Begrüßung.

Dann probe nämlich das halbe Gymnasium für den großen Auftritt. An einem Abend wie diesem blieben die Sorgen draußen. Schlechte Nachrichten wie die aus Pakistan, Syrien oder der Ukraine würden einfach mal für einen Moment ausgeblendet. Wie Matejka fortfuhr, musste wegen Erkrankung einer Lehrkraft auf den sinfonischen Teil verzichtet werden. Stattdessen drängte die Aufführung verstärkt auf Gesang.

Gleich zu Beginn ließen gleichstimmiger Chor und Instrumentalisten mit Stücken wie "Somebody's knocking" oder "Hört der Engel helle Lieder" aufhorchen und vergessen, dass hier Schüler aus der Unterstufe und keine Profis am Werk waren. Mit glockenreinen Stimmen und klanglicher Brillanz sangen sich die Kleinen durch eine Reihe äußerst anspruchsvoller Werke.

Solistin Luna Holtmeier interpretierte "Wir freuen uns, es ist Advent". Im Anschluss schuf das Violoncello-Ensemble unter Leitung von Janusz Skutella intonationssicheren Streicherklang. Zu Gehör brachte das Ensemble die "Suite in D-Dur" von David Funck. Hernach glänzten die Solistinnen Eileen Egeter, Almut Slenczka, Eva Kierschniak, Julia Strehl und Magdalena Vollath mit Stücken von Cesar Franck, Antonio Vivaldi und Max Reger. Am E-Piano: Astrid Karl.

Auf die Solovorträge folgte der Beitrag des Instrumental-Ensembles unter Leitung von Sandra Schmelzer und Christoph Skutella mit Carola Häggkvists "Heaven in my Arms" nach einem Arrangement von Haakon Esplo. Vor dem Auftritt des großen Gemischten Chors sangen Vanessa Höfer und Isabell Wenzel die romantische Hymne "Hallelujah" aus der Feder Leonard Cohens nach einer Textvorlage von Isabell Wenzel. Mit Leichtigkeit bewältigte Mezzosopranistin Anna Feit schließlich Adolphe Adams "Cantique de Noel".

Den strahlenden Schlussteil markierten dann mit großer Klangfülle Chor, Vokal-Ensembles und Instrumente. Zu Gehör kamen Stücke, wie "God rest you, merry Gentlemen", "Ave Maria", "Carol of the Bells" oder "Go tell it on the Mountain". Das Publikum dankte den jungen Musikern mit langanhaltendem Applaus.
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