Weiden: Dr. Maximilian Pielmaier war Vorbild für den karitativen Einsatz
Verstorben

Vorbild für den karitativen Einsatz

Weiden. (cf) Tausende von Kindern bewahrte er vor Schwerhörigkeit und Taubheit: Dr. Maximilian Pielmaier galt als Ikone für ehrenamtliches, karitatives Engagement in der Region. Der 81-Jährige verstarb überraschend am 14. Oktober im Klinikum München-Bogenhausen. Auf die Beharrlichkeit Pielmaiers geht die flächendeckende Einführung des Gehör-Screenings an den Geburtsstationen in ganz Deutschland zurück. In zahllosen Vorträgen und Tausenden Briefen setzte Dr. Pielmaier diese Präventionsmaßnahme durch, die heute medizinischer Standard ist.

Das Gehör-Screening ist überregional untrennbar mit seinem Namen verbunden. Die Basis für das herausragende ehrenamtliche Wirken bildete der Lions Club Weiden, dessen Hilfswerk er über Jahrzehnte führte. Max Pielmaier sorgte für die Ausbildung von Augenärzten in Afrika. Seine Handschrift trägt die Lions-Hilfsaktion für Alleinerziehende und Familien in Not im Raum Weiden. Für sein bürgerschaftliches Engagement erhielt er die höchsten internationalen Lions-Auszeichnungen und das Bundesverdienstkreuz.

Die Öffentlichkeit schätzte ihn auch als früheren "Mister Tierzuchtamt" und als Ministerialrat am bayerischen Landwirtschaftsministerium. 18 Jahre führte Dr. Maximilian Pielmaier humorvoll und umtriebig das Tierzuchtamt Weiden, ehe er als Referatsleiter für die Fischerei im Freistaat nach München wechselte. "In seinem Ressort ist ihm keine Gräte quer gekommen", sagte der damalige Landwirtschaftsminister.

Um Dr. Max Pielmaier trauern besonders seine Frau Margret, die beiden Töchter mit Familien sowie die Freunde vom Lions Clubs Weiden. Das Requiem mit anschließender Verabschiedung am Kirchplatz ist am Samstag, 18. Oktober, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Maria-Königin in Schirmitz.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.