Weiden.
Neue Seilschaften an FOS/BOS-Spitze

(mte) Ein Stück Käsekuchen lässt sich Jürgen Gleixner nur ungern entgehen. Mit dem Posten des stellvertretenden Leiters an der Gustav-von-Schlör-Schule ging es dem 44-Jährigen ähnlich. Er griff als gebürtiger Teublitzer, der seit 14 Jahren im "oberbayerischen Exil" wirkt, gern nach der Stelle - mit Erfolg. Zu Monatsbeginn setzte das Kultusministerium ihn als stellvertretenden Chef an der FOS/BOS ein.

Damit folgt Gleixner auf Gabriele Dill, die nach Emil Grubers Eintritt in den Ruhestand bereits im August zur Schulleiterin berufen wurde (wir berichteten). Zusammen führt das Duo nun die Geschicke der Gustav-von-Schlör-Schule, die ab Dienstag wieder knapp 1100 Schüler besuchen werden. Knapp 90 davon (70 in der FOS, knapp 20 in der BOS) belegen den neuen Zweig Internationale Wirtschaft.

Ganz nach Gleixners Gusto sind neben Käsekuchen übrigens auch zwei schulische Dinge: "Ich bin begeistert von diesem jungen, innovativen und freundlichen Kollegium sowie vom Schulgebäude, das wohl eines der modernsten in Bayern ist", erklärt der Deutsch-, Geschichte- und Sozialkundelehrer. In Burglengenfeld hat er Abitur gemacht, in Pfreimd Wehrdienst geleistet und in Regensburg studiert. Es folgten vier Jahre als Lehrer in Ingolstadt und zehn in Fürstenfeldbruck. Dort war Gleixner in den vergangenen drei Jahren nur noch zu 50 Prozent tätig. Die andere Hälfte seiner Arbeitszeit entwickelte er am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) neue Lehrpläne im Fach Deutsch für die Wirtschaftsschule sowie neue Lehr- und Stundenpläne für die FOS/BOS. "2017 wird es für unsere Schulart eine große Reform geben", weiß Gleixner. Und dessen Chefin Gabriele Dill, selbst keine Unbekannte beim ISB, folgert: "Sie haben also bayernweite Einblicke gewonnen und sind am Puls der neuen Entwicklung."

An der Weidener Schule wird Gleixner überwiegend Deutsch unterrichten. Privat liebt der 44-Jährige die Natur, geht wie Gabriele Dill gern Bergwandern und scherzt deshalb über die "neuen Seilschaften", die sich da aktuell an der Schulspitze bilden. Auch seine beiden Kinder, Antonia und Theresa , möchte der Lehrer nicht missen. Mit der "Großen" kann er sich die Aufregung wegen des ersten Schultags teilen: Sie startet parallel zum Papa ihre Karriere an einer neuen Schule - als Abc-Schützin, verrät Gleixner und lässt sich den Käsekuchen schmecken. Gabriele Dill hat ihn soeben mit den Worten serviert: "Wir lernen uns gerade kennen und schätzen."
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