Weiden: Sechs Architekten im Wettstreit für die Außengestaltung der neuen Stadtgalerie
Stadtgalerie: Countdown läuft

Das könnte jetzt wirklich der ganz große Wurf für Weiden werden. Der Architektenwettbewerb für die Außengestaltung der neuen Stadtgalerie ist auf den Weg gebracht. Sechs Architekturbüros hat Fondara dazu eingeladen. Mit ihrem Entwurf werden sie der Innenstadt ein völlig neues Gesicht verleihen - und das ist an dieser Stelle prägend für die gesamte City.

Weiden. (ps) Federführend bei diesem Wettbewerb, zu dem Fondara nun aus eigenem Antrieb und nach Absprache mit der Stadt auf wesentlich breiterer Basis eingeladen hat als ursprünglich vorgesehen, ist das Weidener Architekturbüro SHL. Dr. Emil Lehner und Uwe Reil fiel denn auch in dem Kolloquium am Montag die Aufgabe zu, ihren bis aus München, Berlin und Wien angereisten Kollegen die konkrete Aufgabenstellung zu erläutern. Gemeinsam besichtigten die Teilnehmer dann den künftigen Standort in der Innenstadt, um sich einen Einblick in die Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen.

Umfeld berücksichtigen

Und die sind nicht ganz einfach, wie Thomas Schumacher, Vorstand von Fondara, aufzeigt. Da sei zum einen das vorhandene bauliche Umfeld zu berücksichtigen, aber auch Aspekte wie: Wie lässt sich der vorhandene stationäre Einzelhandel mit einbeziehen? Dazu kommt der Umstand, dass die künftige Stadtgalerie an einer Stelle entstehen wird, die für das Gesicht der City prägend ist. "Deshalb haben wir gesagt, wir brauchen mehr Entwürfe", erklärt Thomas Schumacher den erweiterten Teilnehmerkreis.

Vier der beteiligten Büros zählen nach seinen Worten zur Crème de la Crème in der Welt der Architektur: die Planungsgesellschaft Chapman Taylor (Düsseldorf), Grüntuch Ernst Architekten (Berlin), Ortner und Ortner Baukunst (Wien) sowie die ARGE Wolfgang Rossbauer + Fischer Multerer Architekten (München). Bei den Architekten Nuyken von Oefele sowie der Meck Architekten GmbH handle es sich um "zwei aufstrebende Architekturbüros, die ausgetretene Pfade verlassen und bereits eine ureigene Handschrift entwickelt haben". Für den Fondara-Vorstand steht deshalb fest: "Wir werden sechs hochwertige Entwürfe erhalten."

Hochkarätig besetzt ist im übrigen auch die zehnköpfige Jury auf Seiten der Fachpreisrichter: Regierungsbaumeister Diplom-Ingenieur Hansjörg Bohm, Bau- und Planungsdezernent der Stadt Weiden, ist einer der Ideengeber von Stuttgart 21. Professor Dr.-Ing. Matthias Castorph (München) hat die Riem-Hotels gestaltet. Professor Dipl.-Ing. Stephan Häublein hat den Neubau der Stadtwerke Kulmbach realisiert. Prof. Dipl.-Ing. Maximilian Rimmel zeichnet für das Hörsaalgebäude der Universität Hohenheim-Stuttgart verantwortlich. Und Professor Dr. Rudolf Hierl (München) hat unter anderem im Fassadengestaltungswettbewerb für das Stadtteilzentrum Nordheide in München den ersten Preis gewonnen.

Als Sachpreisrichter sind in der Jury vertreten: Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, SPD-Fraktionschef Roland Richter, CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch, BL-Stadtrat Stefan Rank (er wird gegebenenfalls durch Stadträtin Gisela Helgath von den Grünen vertreten) sowie Thomas Schumacher. Der Fondara-Vorstand hat - wie alle Jury-Mitglieder - nur eine Stimme zu vergeben und sich bekanntermaßen verpflichtet, einen der beiden erstplatzierten Entwürfe zu realisieren.

Das Verfahren wird streng nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe durchgeführt. Die Wettbewerbsarbeiten werden den Preisrichtern anonymisiert vorgelegt, so dass sie nicht von Namen beeinflusst werden können.

Fondara lässt sich diesen Wettbewerb übrigens auch einiges kosten: Neben Preisgeldern in Gesamthöhe von 25 000 Euro stellt die AG - angesichts des großen Aufwands für die beteiligten Büros - noch ein Bearbeitungshonorar von über 60 000 Euro zur Verfügung. Weit übererfüllt werden bei dem Projekt laut Dr. Emil Lehner auch die Anforderungen an eine moderne Energietechnik. Thomas Schumacher versichert dazu: "Wir greifen hier nicht nach Gold, sondern nach Platin."
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