Weidener Benefizgala: Seit 18 Jahren für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind
"Adventslicht" schenkt Hoffnung

Die Tänzerinnen des "B.I.S."-Balletts zeigten ausdrucksstark ihr Können zugunsten des "Adventslichts".

Die Riesenkerze flackerte am rechten Bühnenrand. "Sie brennt wieder", sagte Dr. Renate Freuding-Spintler, die ihre "Adventslicht-Familie" ganz herzlich begrüßte. Eine Familie, die am Sonntag volljährig wurde.

Seit 18 Jahren gibt es die Benefizgala "Adventslicht". 3600 Menschen haben dafür schon gesungen, getanzt und musiziert. Ohne Honorar. Die Hilfsaktion selbst existiert schon seit 32 Jahren.

Unbürokratische Hilfe für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, sei das Markenzeichen der Aktion von Dr. Renate Freuding-Spintler. Das Schicksal könne nämlich jederzeit zuschlagen und jeden treffen, betonte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Schirmherr der Benefizgala, am Sonntagabend in der restlos ausverkauften Max-Reger-Halle.

Eröffnet wurde die Gala von Isabel von Günther und Silvia Leneis. Die Tänzerinnen zeichneten verantwortlich für das "B.I.S."-Ballett. Die beiden ehemaligen Schülerinnen der Ballettpädagogin Temenuschka Tornev unterrichten seit Jahren selber. Ihr Auftakt war dem Motto der Veranstaltung nachempfunden und hieß "On Fire".

Viele Weihnachtslieder

Den musikalischen Einstieg gestaltete der Evangelische Posaunenchor Thansüß unter Leitung von Heinrich Müller, dem langjährigen Bezirksposaunenchor-Leiter des Dekanats Weiden. Die Bläserformation verzauberte das Publikum mit einem wunderschönen Reigen an Weihnachtsliedern. Zu Gehör kamen Stücke wie "Nun lasst uns stille werden", "Öffnet Tor und Türen weit" oder das dänische Volkslied "Gabriellas Song". Auch der Weidener Kammerchor trat in diesem Jahr wieder kostenlos für das Hilfswerk auf. Unter Leitung von Peter Pollinger intonierte der mächtige Klangkörper "Freude, Freude, große Freude" aus der Feder von Andreas Hammerschmidt, Hans Leo Hasslers "Verbum caro factum est" und "Unser lieben Frauen Traum" aus den acht Geistlichen Gesängen Max Regers.

Weitere kammerchorische Höhepunkte waren das sinnliche "Ave Maria" von Franz Biebl und Carl Thiels "Adeste fideles." Nach der Pause bot sich ein völlig anderes Bühnenbild. Es folgte die Stunde des Ballett- und Bewegungstanzes. Locker moderiert wurde dieser Teil von Markus Pleyer.

Das "B.I.S."-Ballett tanzte Auszüge aus Peter Tschaikowskis "Nussknacker" und aus Sergei Profkofievs "Romeo und Julia". Als Gemeinschaftswerk von B.I.S und Tanzschule Höllriegl wurde Michael Jacksons "Smooth Criminal" nach einem Arrangement von David Garrett aufgeführt.
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