"William's Orbit" ins "PopCamp 2016" aufgenommen
Aufstieg in die Rock-Bundesliga

"William's Orbit" setzten in Celle ein weiteres Karriere-Glanzlicht. Dabei zeitweise am Bass: Gitarrist Michael Siegel (links). Denn das vormalige Quintett ist jetzt nur noch zu viert.
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
16.06.2016
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Die Stars von morgen? Diese Musiker, die acht Bands bilden, traten zum Vorspielen beim "PopCamp 2016" im niedersächsischen Celle an. Erfolgreich waren auch "William's Orbit" aus Weiden mit Siegfried Häusler und Christian Gold (obere Reihe, Erster und Zweiter von rechts) sowie Lukas Höllerer und Michael Siegel (mittlere Reihe, Siebter und Achter von rechts). Bilder: Sandra Ludewig (2)

Mit der Karriere geht's weiter steil aufwärts. Jetzt eroberten "William's Orbit" einen der raren Plätze im "PopCamp". Der beschert massive Förderung durch den Deutschen Musikrat.

Auch in der künftigen reduzierten Besetzung überzeugen "William's Orbit" - nicht nur die Fans, sondern auch die Fachleute. Vor kurzem rockte die zum Quartett geschrumpfte Weidener Band vor einer siebenköpfigen Experten-Jury in Celle (Niedersachsen). Nach fünf Songs - darunter die Singles "Miles away" und "Cleveland" - stand fest: "William's Orbit" zählen zu den fünf Formationen, die der Deutsche Musikrat ins "PopCamp 2016" schickt. Ein Projekt, das Nachwuchsbands massive Förderung auf Bundesebene beschert. Was es den "Willis" genau bringt? Keyboarder Christian Gold: "Coaching und Connections."

Nominiert von "BY-on"


Vorgeschlagen hatte die Weidener die bayerische Förderinitiative "BY-on", welche die ehrgeizigen Max-Reger-Städter im vergangenen Jahr unter ihre Fittiche genommen hatte. Von der Bayern- in die Bundesliga: Acht Bands wurden zum Vorspielen in Celle eingeladen, fünf sind nun Teil der zwölften "PopCamp"-Staffel. Neben "William's Orbit" auch "Flooot" (Funk aus Göttingen), "Lenna" (Powerpop aus Berlin), Lucas Newman (R'n'B aus Osnabrück) und "Wir bringen kalten Kaffee mit" ("i-Pop" aus Kassel).

"Mit diesen fünf Bands bestätigt sich die Vielfalt, die ,PopCamp' anstrebt", schwärmt Projektleiter Michael Teilkemeier. "Von Gala bis Stadion ist alles denkbar." Namhafte Dozenten schulen die Combos im Herbst in zwei jeweils einwöchigen Blöcken an Akademien in Trossingen und Sondershausen. Auf dem Programm stehen Lektionen beispielsweise zum Marketing, zum Umgang mit der Gema oder zum Abmischen des Tons, ferner der Austausch mit Profimusikern und Produzenten. Auch gemeinsame Konzerte der Newcomer sind anberaumt.

Ihren guten Riecher für neue Talente hat die "PopCamp"-Jury schon mehrfach bewiesen. Zu den geförderten Bands zählten unter anderem "OK Kid", "Blackout Problems" und "Heisskalt". Künstlerischer Leiter des "PopCamps" ist Henning Rümenapp, vormals Gitarrist bei den "Guano Apes", Partner sind unter anderem die Sender "1Live" und "Deutsche Welle" sowie Firmen wie Bose. Hinter der Initiative steht der Deutsche Musikrat, der größte Musikverband der Welt. Gold spricht von einem "weiteren Schritt nach vorne". In der "PopCamp"-Arbeitsphase könnte er auf einen alten Bekannten treffen: Auch Tobias Siebert, Produzent des "William's Orbit"-Albums "Once", fungierte schon als Dozent.

Die Frühjahrstour, die der Veröffentlichung folgte, haben Siegfried Häusler, Michael Siegel, Lukas Höllerer und Christian Gold inzwischen abgeschlossen. Momentan schreiben sie neue Songs und bereiten sich auf Festival-Auftritte vor. Konkret feilen sie daran, ihre Musik künftig nur noch zu viert statt zu fünft zu präsentieren. Bassist Höllerer nimmt hinterm Schlagzeug Platz, und "der Bass wechselt durch", kündigt Gold an.

"Unplugged" auf der Burg


Wie die neue Version von "William's Orbit" klingt, erleben zunächst die Besucher der Burg Falkenberg - bei einem Unplugged-Konzert am Freitag, 25. Juni. Weitere Stationen sind unter anderem die Landesgartenschau in Bayreuth am 23. Juli und das renommierte Reeperbahn-Festival in Hamburg am 22. September. Die Variante, wie zuletzt mit einem Gastschlagzeuger zu arbeiten, kommt dabei sicher nicht mehr zum Tragen, bestätigt Christian Gold: "Es fände sich auch kein geeigneter. Der Zug rollt mittlerweile zu schnell, um aufspringen zu können."
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