Wo Goethe einst gern baden ging
"Ein zehnfach interessantes Land": Ausstellung über schlesische Kurbäder

Die Ausstellung "Schlesien - ein zehnfach interessantes Land" dokumentiert die Tradition von zehn schlesischen Kurorten. Lothar Fischer (stehend) führte in die Schau ein. Bild: Dobmeier

Im Süden Schlesiens, an der Grenze zu Böhmen, herrschte schon vor Jahrhunderten eine rege Bäderkultur. "Ein zehnfach interessantes Land", schwärmte einst Johann Wolfgang von Goethe. Zur Eröffnung der Ausstellung über zehn schlesische Kurbäder, zu denen Heilsuchende schon mal über 300 Kilometer weit reisten, begrüßte der Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Nieder- und Oberschlesien in Weiden, Lothar Fischer, die Gäste im Maria-Seltmann-Haus. Gleichzeitig fand der Schlesiermontag statt. Noch bis zum 29. April sind Kurhäuser sowie Wandel- und Brunnenhallen mit historischen Hintergründen auf sechs Schautafeln im Eingangsbereich des Seniorenzentrums zu sehen.

Fischer merkte an, dass Schlesien im heutigen Polen seine Identität verliere. "Unsere Möglichkeiten sind nicht mehr wie vor 40 Jahren, um Balsam auf die Seele ob der verlorenen Heimat zu breiten." Schlesische Kultur, Technik und Wirtschaft seien abrupt an Polen gegangen. Nicht Schlesien habe seine Heimat verloren, sondern Deutschland seine beste Provinz. "Dagegen wehren wir uns", sagte Fischer, der kürzlich die Aufgabe des Landesreferenten der Schlesier übernommen hatte. Mit der Eröffnung des "Schlesischen Schaufensters" im Herzoglichen Schloss in Straubing wird zukünftig die Historie dokumentiert.

Fischers galt "Hausherrin" Susanne Meichner für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz und Dr. Sebastian Schott für ihr Kommen zur Ausstellungseröffnung.
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