100-Jähriges der Kirche St. Georg gefeiert
Ein Hawadere für den Bischof

Mitten drin im Festzug der Bischof - und alles, was in Hausen und der Gemeinde Ursensollen Rang und Namen hat. Bild: gf

Ganz Hausen hatte sich versammelt am Sonntag zum 100-Jährigen der Kirche St. Georg. Zusammen mit Bürgermeistern und Gemeinderat warteten alle auf Bischof Rudolf Voderholzer. Und hätten dessen Ankunft dann beinahe gar nicht mitbekommen.

Der Bischof fuhr nämlich nicht wie erwartet mit einer großen Limousine vor, sondern ganz bescheiden im 2er BMW. Weitere Gäste kamen gleich zu Fuß: Von Ursensollen, Hohenkemnath und Utzenhofen zogen Sternwallfahrer nach Hausen, um gemeinsam mit Bischof Voderholzer den Festgottesdienst zu feiern. Dieser wurde sogar auf eine Leinwand ins Freie übertragen, weil St. Georg für alle zu eng geworden wäre.

Herzlich empfangen

Herzlich habe er den Empfang in Hausen empfunden, sagte Bischof Voderholzer. Besonders habe ihn gefreut, dass hier, mitten in der Oberpfalz, die Wallfahrts-Tradition noch praktiziert werde. Sogar aus dem Bistum Eichstätt seien Gläubige gekommen, nämlich die Utzenhofener. Wenig förmlich wurde der Bischof von den Kommunionkindern begrüßt - eines davon sagte einfach locker Hawadere, bevor es seine Rose überreichte.

Im Festzug zur Kirche

Die Musikkapelle Ursensollen marschierte voraus, dann folgten Feuerwehr und Vereine mit ihren Fahnen, die Bürgermeister und der Gemeinderat, Landrat Richard Reisinger sowie MdB Barbara Lanzinger und MdL Harald Schwartz. Auch Ministranten und Geistliche begleiteten Rudolf Voderholzer zu St. Georg hinauf.

In seiner Predigt ging der Bischof nur kurz auf das Kirchenjubiläum ein, gratulierte den Hausenern zu ihrem herrlichen Gotteshaus, das vor 100 Jahren erbaut wurde.

Kernthema der Predigt war die Familie, die der Staat privilegiere. Niemand werde diskriminiert, wenn die katholische Kirche andere Familienformen ablehne. Nur eine Ehe zwischen Mann und Frau sei der Ort, der die Zukunft der Gesellschaft und des Staates sichere.

Weltweite Familie

Eine weltweite Familie - ohne Fremde, ohne Sprach- oder Landesgrenzen - sei auch die Kirche, mit der man durch die Taufe eine besondere Beziehung eingehe. Diese Verwandtschaft müsse jeder hochhalten und leben. Es könne niemandem egal sein, dass Christen an vielen Orten rund um den Globus verfolgt werden und um ihr Leben fürchten müssen. Wer Gottes Worten folge, so Voderholzer, sei Mutter, Bruder oder Schwester Christi.

Ausdrücklich unterstrich der Bischof, dass nur eine Ehe zwischen Mann und Frau als Sakrament anzusehen sei und damit den besonderen Schutz der Kirche und des Staates genieße. Schließlich dankte er allen, die sich ehrenamtlich in das Leben der Pfarrfamilie einbringen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.