100 Tonnen verputzt

Die Pfarrei Herz Jesu feierte mit einem Dankgottesdienst den Abschluss der Außenrenovierung der Pfarrkirche. Regionaldekan Manfred Strigl (Johannisthal, am Altar) dankte Stadtpfarrer Gerhard Pausch (rechts) für das Eintreten der Pfarrgemeinde für Asylbewerber. Bild: uz

Pünktlich zum Christkönigsfest feierte die Pfarrei Herz Jesu am Sonntag den Abschluss der Außensanierung der Pfarrkirche. 585 000 Euro sind verbaut. Davon trägt die Diözese Regensburg 45 Prozent. Der Rest ist über Rücklagen und Spenden zu finanzieren. Die Außenwand der Herz-Jesu-Kirche schützen nun 100 Tonnen Putz.

Die Sanierung war aufwendig. So wurde der Putz in 40-Kilo-Säcken über ein Gerüst nach oben geschafft, betonte Architekt Manfred Schwemmer, der nach dem Gottesdienst auch ein Modell des neuen Pfarrheims präsentierte. Zusammen mit Kirchenpfleger Hans-Joachim Wolfinger ließ er die Sanierungsarbeiten, die im Sommer 2014 begannen und jetzt abgeschlossen sind, noch einmal Revue passieren.

Schwemmer sprach von 2750 Quadratmetern Gerüstfläche. Nach dem Aufputz - der alte Putz wurde restlos entfernt - wurde die Fassade drei Mal gestrichen. "Die Kirche ist ein außergewöhnliches Denkmal, diesen Charakter wollten wir erhalten." Die Arbeiten umfassten auch die Metallgitter, die zum Teil vergoldet wurden. Selbst die Schaukästen am behindertengerecht umgestalteten Haupteingang konnten erneuert werden. Außen herum sei das Fundament freigelegt und mit neuen Drainagen versehen worden.

"Königlich verhalten"

Der Kirchenchor Herz Jesu unter Leitung von Chordirektor Peter Kosmus umrahmte den Festgottesdienst. Doch zunächst dankte der neue Regionaldekan Manfred Strigl seinem Vorgänger, Ehren-Regionaldekan Gerhard Pausch, für dessen Engagement um die Flüchtlinge.

Wie berichtet, hatte Pausch Flüchtlingsfamilien im inzwischen abgerissenen Pfarrheim untergebracht, was der Diözesanbischof am Caritas-Tag höchstpersönlich gewürdigt habe. Dies sei "königliches Verhalten ganz im Sinne der Heiligen Schrift". Es sei auch richtig, sich vor anderen klein zu machen, wie Papst Franziskus dies tue.

Königliches Verhalten wirke sich auch aus in Bezug auf alte und kranke Menschen. Hier gebe es zwar neue Gesetze, aber die gingen noch nicht weit genug. "Das urtypischste königliche Verhalten ist das von Jesus Christus selbst." Jesus habe vor Pilatus betont, dass er geboren worden sei, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen. Wahrheit sei eine wunderschöne Form königlichen Verhaltens.
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