20 Jahre: Party im Seniorenheim

Blumen gab es für die Pioniere im nun 20 Jahre bestehenden AWO-Seniorenheim "Franz Zebisch": Pflegefachkraft Rosemarie Reng, Hauswirtschafterin Susanne Hahn, die erste Heimleiterin Heidi Heidingsfelder und Hilde Zebisch (von links). Bild: R. Kreuzer

Es ist 20 Jahre her, dass das Namensschild des Arbeiterwohlfahrt-Seniorenheims "Franz Zebisch" am 19. Mai enthüllt worden ist. Die Bewohner und die Ehrengästen feierten nun diese zwei Jahrzehnte.

"Im Seniorenheim gibt es viel Sonne und viel Farbe." Mit diesen Worten spielte Einrichtungsleiterin Silvia Zeitler nicht nur auf die hellen freundlichen Zimmer im AWO Seniorenheim "Franz Zebisch" an. Vielmehr zielten sie auf die farbige Vielfalt der Bewohner hier ab, die sich durch Lebenserfahrung, Erkenntnis und Vertrautheit ergebe. Doch auch die Mitarbeiter standen beim 20. Geburtstag des Heims im Mittelpunkt.

Zum Beispiel die erste Heimleiterin: Heidi Heidingsfelder. Zwischenzeitlich führte sie auch zeitgleich das Hans-Bauer-Seniorenheim gegenüber. Für ihre langjährige Arbeit erhielt sie einen Blumenstrauß. Seit der ersten Stunde war auch Susanne Hahn als Hauswirtschafterin dabei. "Du hast nicht nur die Grundreinigung des damaligen neuen Hauses mit gemacht, du bist auch noch heute im Dienst", lobte Zeitler. Pflegefachkraft ist Rosemarie Reng: Sie hatte den ersten Nachtdienst mit vier Personen gehalten. Auch Einrichtungsleiterin Silvia Zeitler bekam für ihre umsichtige Führung einen Strauß mit roten Blumen.

Hilde Zebisch, stellvertretende AWO-Bezirksvorsitzende und Witwe des Namensgeber Franz Zebisch, blickte zurück auf die Geschichte der Einrichtung: Im April vor 20 Jahren seien bereits die ersten Bewohner in das Haus mit 85 Wohn- und Pflegeplätzen eingezogen. Sie wechselten auch aus dem Seniorenheim "Hans Bauer" herüber in das 11 Millionen Mark teure Gebäude. Im August war jedes der 18 Quadratmeter großen Zimmer (mit behindertengerechten Bad mit Dusche und Toilette) bereits voll belegt, es wurden Wartelisten angelegt. Heidi Heidingsfelder war der Kopf der Einrichtung, Rita Ströhl übernahm die Pflegedienstleitung in dem Heim, das auf einem Platz mit AWO-Tradition entstanden war. Denn 1950 stand hier noch das Mädchenwohnheim mit Lehrlingsausbildung, dann war ein Teil mit Asylbewerbern belegt. Mit der Namensgebung wollte die AWO das Andenken wahren an einen großen sozialen, humanen und demokratisch gesinnten Politiker, Gewerkschaftler, der auch AWO-Mitglied war.

Aktuell wohnen 85 Personen im Heim. Im Vorjahr wurde es renoviert, der Speisesaal und Mehrzweckraum vergrößert und die Terrasse und der Garten neu gestaltet. Die Auslastung liege derzeit bei 99, 8 Prozent.

Einen Willkommensgruß in Gedichtform überbrachte der Heimbeirat mit Mathilde Kastner, Ella Unzeitig, Helene Frischholz und Margareta Walbrunn. OB Kurt Seggewiß, der die AWO in der Stadt in ihrer Gesamtleistung ganz oben sieht, sagte: "Ich kenne das Heim sehr gut, denn ich habe ein Familienmitglied hier. Ich schätze die vielen Aktivitäten des Hauses." Zudem würdigte er Franz Zebisch, den Namensgeber. Als Träger der Einrichtung lobte stellvertretender Bezirksvorsitzender Martin Seibert Einsatz und Pflege der Mitarbeiter. Betriebsrätin Jasmin Karakuzu freute sich über das gute Betriebsklima.

Im Anschluss gab das Ballhausduo mit Peter Wittmann und Horst Plössner ein Konzert im Mehrzweckraum, bei dem Chansons und Schlager der 20er und 30er Jahre zu hören waren.
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