200 Gäste im Ziegelwerk Schönlind von Leipfinger-Bader
Erste Vorstellung zieht Besucher an

So kommen die Löcher in den Ziegel: Werkleiter Robert Hussenether zeigt den Besuchern ein sogenanntes Mundstück, durch das der Ton gepresst wird, um dem Ziegel seine Form zu geben.
Die erste offizielle Vorstellung der Leipfinger-Bader-Ziegelei in Schönlind ist auf großes Interesse gestoßen. Rund 200 Gäste haben das Werk besucht. Beim Tag der offenen Tür informierten sie sich über die Fortschritte seit der Übernahme des Betriebs vor eineinhalb Jahren und die neuen Qualitätsstandards für die Ziegelproduktion. "Seien Sie stolz auf das, was wir hier haben", sagte LB-Chef Thomas Bader.

"Wir haben schon viel in den Standort investiert und wir wollen auch weiterhin jeden Tag ein bisschen besser werden." In vier Gruppen besichtigten die Besucher das Werk, in dem Leipfinger-Bader die Zahl der Arbeitsplätze nach eigenen Angaben halten und weiterentwickeln konnte. Werkleiter Robert Hussenether und sein Team erklärten, wie der hochwertige Opalinuston gewonnen und weiterverarbeitet wird, damit täglich rund 300 Tonnen hochwertige Mauerziegel aus dem Ofen kommen. Leipfinger-Bader sei eines der innovativsten Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie, sagte Bader. Darum werde bei der Herstellung auch auf viele patentierte Verfahren gesetzt, um die Baustellen in der Oberpfalz und in Franken mit gleichbleibend hoher Qualität beliefern zu können.

Apropos Baustellen: Laut Bader stehen Politik und Baubranche in den kommenden Jahren vor einer großen Herausforderung durch die Flüchtlingskrise. "Weil uns klar sein muss, dass etwa eine Million Menschen bei uns bleiben werden, muss noch viel mehr neuer Wohnraum geschaffen werden, als es ohnehin für die einheimische Bevölkerung notwendig ist." Allerdings habe sich die Zahl der Beschäftigten in der Bauwirtschaft seit der Abschaffung der staatlichen Eigenheimzulage in den vergangenen Jahren von 1,7 Millionen auf knapp 700 000 Arbeitnehmer reduziert. "So kann das nicht funktionieren", sagte Bader. Darum müsse die Bundesregierung neue Wege finden, damit sich die Wohnungsnot nicht zu sehr verschärfe.
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