200 Stunden Kälte, dann wieder Sturm

Von Frühlingsgefühlen über "Herbststurm" bis hin zu nasskaltem Aprilwetter war in dieser Woche ja so ziemlich alles an jahreszeitlichen Vertretern dabei, nur mit dem Winterzauber funktioniert es noch immer nicht. Schön langsam könnte Frau Holle da schon in die Hufe kommen, denn die Uhr tickt und der Sonnenstand steigt - in sechs Wochen endet der meteorologische Winter immerhin schon wieder.

Rund 200 Stunden Kälte haben die Wettermodelle jetzt aber auf den Plan gepackt, beginnend mit diesem Wochenende. Das sind ungefähr acht winterliche Tage, bevor die milden atlantischen Westwinde mit stürmischer Inbrunst wieder bei uns einkehren könnten. Das Ganze geht an diesem Wochenende aber erst einmal mit nasskalt-unentschiedenem "Herumgeeiere" los, doch Schneeschauer und Frostluft arbeiten sich nach und nach von unseren Bergspitzen ausgehend nach unten vor.

Der heutige Freitag wird noch ganz brauchbar, denn eine Regenfront nähert sich zwar aus Nordwesten, bleibt aber wohl Oberpfalz-gerecht über Franken stehen. Damit sind die Wolken vor allem vormittags noch zeitweise aufgelockert, nachmittags und abends dann öfter dichter, aber es bleibt vorerst trocken. Erst nach dem Dunkelwerden kommt dann gelegentlicher Regen auf. Samstagfrüh schneit es dann auf den Höhen über 600 bis 700 Meter auch mal, ohne aber nennenswerte Mengen zu produzieren. Die Temperaturen erreichen noch einmal 4 Grad in Vilseck, 5 in Auerbach und 7 in Kastl.

Am Samstag ist es überwiegend bewölkt, und die nachts angekommene Wetterfront bröselt über uns vor sich hin. Das heißt wenig Sonne, aber auch relativ wenig Niederschlag. Vor allem vormittags ist es noch ab und an nass, am Nachmittag halten sich zwar viele Wolken, aber außer etwas sinnlos-schwachem Getröpfel oder Geflöckel dürfte nicht mehr allzu viel passieren. Das bringt dann auch oberhalb von rund 600 Metern, wo die Schneefallgrenze in etwa liegt, also kaum mehr als etwas Puderzucker zustande. Die Temperaturen erreichen auf der oberen Alb leicht winterliche 0 Grad, Schnaittenbach bleibt noch leicht im Plus bei 1 Grad und Amberg bei 2. In der Nacht gibt's stellenweise leichten Frost und überfrierende Nässe oder ein paar Flocken.

Der Sonntag verläuft überwiegend trocken. Die anfangs noch dichten Wolken schrumpfen nach und nach, spätestens am Nachmittag zeigt sich sogar zeitweise die Sonne. Mit leicht böigem Südostwind liegen die Temperaturen bei maximal 0 Grad in Freihung, 1 Grad in Hahnbach und 3 in Rieden.

In der neuen Woche bleibt es unterhalb von rund 400 bis 500 Metern eher beim tagsüber nasskalten Wetter mit leichten Plusgraden. Oberhalb davon wird es mit -2 bis 0 Grad aber etwas kälter, gelegentliche Schneeschauer vor allem am Dienstag und Donnerstag zaubern hier dann wenigstens optisch ein bisschen brauchbares Weiß.

Mehr Schnee für alle gibt's dann wohl zum Wochenende, ist aber wahrscheinlich eher schon wieder der Auftakt für eine einsetzende Milderung im Laufe der kommenden Woche.
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