21,4 Millionen Euro Wertschöpfung allein in Weiden - SPD dankt für Engagement
So wertvoll sind Ehrenamtliche

Fast 150 Vertreter verschiedenster Vereine und Dachverbände waren zum Vereinsempfang der SPD in die Max-Reger-Halle gekommen. Dort erhielten sie den Lohn für ihre Arbeit: Dank und viele lobende Worte. Bild: hcz
Die SPD rief. Und fast 150 Mitglieder der Brauchtums-, Sport-, Siedler-, Hilfs- und Sozialvereine kamen zum Vereinsempfang der Partei am Freitagabend in die Max-Reger-Halle.

Ein besonderer Gruß des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Norbert Freundorfer galt heuer "all denen, die sich um jene kümmern, die hilfesuchend nach Weiden kommen". Stellvertretend für sie alle nannte Stadtrat Freundorfer den Koordinator für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, Manfred Weiß von der Diakonie.

"Keine Krise, sondern eine Situation, in der wir eine Herausforderung meistern werden", sieht Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch in der Bewältigung des Flüchtlingsstroms. Dabei sei das "Ehrenamt elementar wichtig", gleichsam "das Rückgrat des Landes", betonte der MdB. Stadtratsfraktionsvorsitzender Roland Richter bezeichnete den Vereinsempfang als "gesellschaftspolitischen Erntedank der SPD". Er machte die Rechnung auf, dass bei 13 300 ehrenamtlich tätigen Menschen in Weiden, bei angesetztem Mindestlohn von 8,50 Euro jährlich "21,4 Millionen Euro Wertschöpfung durch das Ehrenamt" erfolge.

"Wir Weidener packen das"

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß erinnerte an das Flüchtlingselend auf den Fluchtrouten und daran, dass sich die Zahl der derzeit rund 450 Asylbewerber in der Stadt laut Regierung der Oberpfalz fast verdoppeln werde. Aber Weiden habe - in der Tradition von Hans Schelter, Hans Bauer und Hans Schröpf - eine "besondere Kultur des Umgangs mit Flüchtlingen". Daher sei auch er sich sicher: "Wir Weidener packen das!"

Professor Dr. Thomas Beyer, MdL a.D. und seit 2004 Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, wies auf die Vielfalt des Ehrenamts hin. Drei Millionen Menschen seien in Bayern zum Wohle anderer tätig. "Wie wird es weitergehen?", fragte der Jurist im Hinblick auf die demografischen Veränderungen, auf Altersarmut und neue, andere Entwicklungen. Seiner Meinung nach werde das Ehrenamt künftig eine noch stärkere Säule des Sozialsystems sein, jedoch in veränderter Art und zu anderen Rahmenbedingungen.

Im Anschluss an die Reden suchten die zahlreich anwesenden SPD-Stadträte das Gespräch mit den Vereinsvertretern und nahmen Anregungen und Anliegen entgegen. Dank für die Organisation des Abends galt Geschäftsführerin Gisela Birner, Sonja Schreglmann und Sandro Fleischmann.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.