25 Jahre: Partnerschaft mit Annaberg-Buchholz und Keramikmuseum
Kultur verbindet Menschen

Im Beisein von Gästen aus Gesellschaft und Politik eröffneten Museumschefin Stefanie Dietz (Dritte von rechts) und OB Kurt Seggewiß (links daneben) die Schau "Keramik aus Annaberg-Buchholz". Bild: otj
Zwei wichtige Jubiläen stehen für Weiden 2015 auf dem Plan: 25 Jahre währt die Städtepartnerschaft mit Annaberg-Buchholz. Genauso lange ist es her, dass das Internationale Keramik-Museum seine Türen öffnete. Wie sich beides kombinieren lässt, können Besucher derzeit in Weiden in Augenschein nehmen: Am Samstag eröffnete Museumschefin Stefanie Dietz die Ausstellung "Keramik aus Annaberg-Buchholz" - eine von mehreren Veranstaltungen im Jubeljahr. "Wir freuen uns über diese kleine, aber feine Auswahl an Exponaten aus über 400 Jahren Töpfertradition aus dem Erzgebirgemuseum unserer Partnerstadt."

Der Schirmherr, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, erklärte, er sei froh, dass die Verbindung der beiden Städte seit 1990 mit viel Leben gefüllt werde. Kultur sei dabei ein wichtiges Element. "Deswegen war es eigentlich eine natürliche Folge, beide Jubiläen gemeinsam in den Fokus zu stellen." Seggewiß würdigte auch die Arbeit von Dietz, die es immer wieder schaffe, das Thema Keramik in eine anderes, interessantes Licht zu rücken - mit einem Gespür für zeitgenössische Exponate. "Institutionen wie das Keramik-Museum, die Exponate zeigen, ihre Ästhetik erläutern, ihre Wahrheit vermitteln, gehören zur kulturellen Grundausstattung jeder Stadt, die etwas auf sich hält."

Aus Annaberg-Buchholz war der Leiter des Erzgebirgemuseums, Wolfgang Blaschke, angereist, der die Tradition der "Irdenware" im Erzgebirge erklärte. Erste Spuren des Handwerks fänden sich schon kurz nach Gründung der Stadt am Ende des 15. Jahrhunderts. "Mit der Töpferkunst hat sich Annaberg-Buchholz seinerzeit weltweit einen Namen gemacht - eine kleine Stadt ohne Verkehrsanbindung." Die hier gezeigten Exponate seien Zeitzeugen eines florierenden Handwerks. "Erst die Anbindung an das Eisenbahnnetz im 19. Jahrhundert und die Einfuhr billigerer Massenware bedeuteten das Aus für die Töpferkunst in der Region." Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 24. April, zu besichtigen.
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