250 Zuschauer beim Theater "Der Vorname" der FOS/BOS - Heftiger Seelenstriptease der ...
Aus dem Buben wird ein Mädchen

Um den "Vornamen" des ungeborenen Kindes gibt es viel Theater: "Adolphe" soll der Sprössling von Vincent heißen - seine Freunde und Bekannten sind entsetzt. Bild: Kunz
Am Ende Bravo-Rufe und langanhaltender Applaus. Die rund 250 Zuschauer waren sich einig: Was die Schüler da auf die Bühne gebracht haben, war einfach genial und absolut unterhaltsam. Mit dem aberwitzigen Stück "Der Vorname" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière hat die Theatergruppe der FOS/BOS Weiden wieder einmal einen Volltreffer gelandet.

"Nun ratet einmal, wie unser Sohn heißen soll", fragt Vincent die Gäste, die sich in der Wohnung des Literaturprofessors Pierre und seiner Ehefrau Elisabeth zu einem gemütlichen Abendessen zusammengefunden haben. "Uns fällt kein Name mehr ein. Also sag schon, welcher ist es", fordern Claude und Pierre den werdenden Vater auf. "Adolphe", so Vincents provokante Antwort.

Wohlgemerkt Adolphe mit "ph" und nicht mit "f". Doch der feine Unterschied interessiert bald niemanden mehr. Das gemütliche Essen im Familien- und Freundeskreis verwandelt sich Schritt für Schritt in einen heftigen Seelenstriptease. Jeder sagt jedem, was er ihm schon immer mal sagen wollte. Alte Freundschaften werden in Frage gestellt, jahrelang geheim gehaltene Spitznamen und Liebschaften treten zutage. Am Ende: Viel Lärm um nichts. Das Kind von Anna und Vincent ist ein Mädchen.

Verena Bauer und Enzo Löchel sorgten mit ihrer humorvollen Inszenierung für einen großartigen Theaterspaß. Die einzelnen Schauspieler waren perfekt aufeinander eingespielt. In immer atemlosere Wortgefechte führten sie ihre Figuren. Für den Zuschauer war es ein wahres Vergnügen, ihnen in die verbale Schlacht zu folgen.

"Die Rolle des Vincent war für mich wie gemacht", freute sich Sebastian Rothe, der den arroganten Provokateur zum Besten gab. Maximilian Grötsch traf als Pierre genau den Ton des sensiblen Besserwissers. In der Rolle der gestressten Hausfrau Elisabeth brillierte Paula Bruhnke. Lorenz Sörgel hatte als Weichei Claude seinen fulminanten Auftritt am Ende. Sabrina Höller sorgte in der Rolle der taffen Geschäftsfrau Anna für die ernsteren Töne des Abends. Sebastian Rothe dankte am Ende der Schulfamilie für die Unterstützung. Schulleiter Emil Gruber lobte die Ausdauer und Disziplin aller Beteiligten.
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