30 000 Euro für Ethik-Institut

"Geht man von der Höhe der Spende aus, müsste mit dem symbolischen Scheck eigentlich die gesamte Wand des neuen Hörsaalgebäudes abgedeckt werden", freute sich OTH-Präsident Prof. Erich Bauer (Mitte) und mit ihm (von links): Prof. Dr. Erich Voss, Dr. Bernhard Bleyer, Rudolf Winter, Dr. Wolfgang Weber. Bild sbü:

Die OTH-Fördervereine aus Amberg und Weiden waren sich schnell einig. Das Institut für Ethik und Nachhaltigkeit an der OTH Amberg-Weiden verdient es, gefördert zu werden. Spendengelder wurden deshalb gesammelt und weil es sich um eine ganz besonders wichtige Sache handelt, kam ein ungewöhnlich hoher Betrag von 30 000 Euro zusammen.

(sbü) Das Institut für Ethik und Nachhaltigkeit gilt an der OTH Amberg-Weiden als Schlüsselinstitut mit weiter Ausstrahlung auf alle Wissenschaftsbereiche und die Partner der Hochschule aus Wirtschaft und Gesellschaft. Thematisch geht es dort um Menschenrechte, Arbeitsbeziehungen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. Mit Vorlesungen und Forschungs- und anderen Projekten sollen ethische Werte und Nachhaltigkeitswerte in alle Hochschulbereiche und deren Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft getragen werden. "Wir wollen nicht nur Wissenschaft und Technik entwickeln, sondern auch dahinter stehende Wertvorstellungen verbreiten." So beschreibt Professor Dr. Erich Bauer, Präsident der OTH Amberg-Weiden, die Aufgabenstellung des Instituts.

Die Vorsitzenden der OTH-Fördervereine von Amberg und Weiden, Professor Dr. Erich Voss und Rudolf Winter, übergaben zur Förderung der Aufgabenerfüllung eine Spende von 30 000 Euro an den Hochschulpräsidenten sowie an Institutsleiter Dr. Bernhard Bleyer. Damit könnten die aktuellen Projekte zum Beispiel in den Bereichen Unternehmens- und Ingenieursethik oder auch Informationsethik oder Technikphilosophie weitergeführt werden.

Institutsleiter Dr. Bleyer berichtete, dass er kurz zuvor aus Bangladesch zurückgekommen sei. Dort habe man sich mit der ansässigen Textil-und Bekleidungsproduktion befasst. So kann er den Studenten über den großen Handlungsbedarf seines Instituts sehr aktuell berichten. Das Institut für Ethik und Nachhaltigkeit will möglichst viele Lehrpläne und Lerninhalte beeinflussen. Damit soll unter anderem in den Controlling-und Managementsystemen den Menschenrechten und auch einem Verbot der Kinderarbeit Wirkung verschafft werden. Das Institut arbeitet an beiden Hochschulstandorten.

Präsident Professor Bauer beschreibt das Konzept "in dieser Form als einmalig in Bayern". Er sieht seine Funktion auch innerhalb der Gesamtkonzeption der Hochschule unter anderem mit den "vier innovativen Lernorten an Klöstern". Auch in den Leuchtturmprojekten Medizintechnik, Energie-Ressourcen-Effizienz und künftig E-Commerce und Mensch-Maschinen-Kommunikation soll sich Ethik und Nachhaltigkeit spiegeln, sagt Prof. Bauer. Werte würden keine Grenzen kennen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.