3500 Schüler parken in Stockerhut

Neueste Knetmaschinen sahen die Gäste der SPD AG 60plus um Vorsitzende Ursula Kinner (Fünfte von rechts) in den Fachräumen der Bäcker der Europaberufsschule. Oberstudiendirektor Josef Weilhammer (direkt dahinter) berichtete viel Wissenswertes über sein Haus. Bild: rdo

Es muss nicht immer ein Studium sein, um im späteren Leben ein gesichertes Einkommen zu haben. Das könne man auch mit Fleiß im Handwerk erreichen. Dies erfuhr die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus bei einem Informationsbesuch in der Europaberufsschule Weiden.

Weiden. (rdo) Eine fundierte Berufsausbildung samt Gesellen- und Meisterbrief, verbunden mit Selbstständigkeit in einem Handwerksberuf, könne einem Bachelor-Abschluss gleichwertig sein. Außerdem ermögliche eine erfolgreiche Meisterprüfung ein Studium. Viele Akademiker gerieten dagegen wegen des Überangebotes an Studierenden in die Arbeitslosigkeit, erläuterte Schulleiter Josef Weilhammer seinen Gästen.

Er informierte außerdem, dass es bis zu 40 Ausbildungsrichtungen gibt, in denen in Weiden unterrichtet wird. Die Schüler kommen aus der ganzen nördlichen Oberpfalz, in bestimmten Berufen auch aus ganz Bayern. Und sie kommen mit dem Auto: Deshalb bat Weilhammer die Anwohner im Stockerhutgebiet um Toleranz, wenn ihre Straßen von rund 3500 Schülern zugeparkt werden. Für Schüler mit weiter Anreise hat die Berufsschule als Unterkunft das Wohnheim der Kreishandwerkerschaft neben dem Handwerkerhaus übernommen. Die Berufsschule bildet aus in den Bereichen Elektrotechnik, Bau- und Holztechnik, Ernährung, Banken und Steuern, Handel und Industrie, Gesundheits- und Körperpflege, Büromanagement, Metalltechnik, Sanitär, Heizung und Kfz. Zur Sparte Bau- und Holztechnik gehört der Ausbildungsberuf "Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice".

Dabei wird das Verpacken und Ausliefern von Möbeln für Firmen und Privathaushalte sowie Montage und Installation von Küchen gelernt. In der Europaberufsschule stehen dazu Küchenteile im Schulungsraum zum Auf- und Abbau zur Verfügung.

Eine neue Herausforderung stellt die Unterrichtung von vier Asylbewerber-Klassen dar. Die Jugendlichen lernen die deutsche Sprache und werden in mehreren Modulen auf verschiedene Handwerksberufe vorbereitet.
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