4 Millionen Euro für Kitas

Kinder sind unsere Zukunft - und die lässt sich die Stadt Weiden gerne einiges kosten. Zum Beispiel, wenn es um die Betreuung in Kindertagesstätten geht. Archivbild: Hartl

Auf 10 Millionen Euro beziffert das Jugendamt seinen Zuschussbedarf für 2015. Größter Posten im Etat: Die Kosten für die Kindertagesbetreuung. Außerdem dürfte die Zahl der Inobhutnahmen weiter steigen.

Weiden. (ps) Das Angebot an Kindergarten- und Krippenplätzen wurde kontinuierlich erweitert - und es wird gerne in Anspruch genommen. Damit steigen automatisch auch die Ausgaben der Stadt für die sogenannte kindbezogene Förderung. Das Jugendamt rechnet für 2015 mit Betriebskostenzuschüssen von knapp 8 Millionen Euro für die Kindergärten und Krippen in Trägerschaft von Kirchen bzw. Arbeiterwohlfahrt. Die Hälfte davon wird von staatlicher Seite zurückerstattet, erläuterte Jugendamtsleiterin Bärbel Otto im Jugendhilfeausschuss. Das heißt, auf die Stadt dürften rund 4 Millionen Kosten Euro zukommen.

Drastisch erhöht hat sich nach Angaben der Jugendamtschefin in diesem Jahr die Zahl der Inobhutnahmen. "2013 hatten wir 14 Fälle, heuer waren es bis jetzt bereits 23." Insgesamt habe das Jugendamt derzeit 54 Kinder in Vollzeitpflege untergebracht. Trotz der unerfreulichen Entwicklung in diesem Jahr geht das Jugendamt beim Haushaltsansatz davon aus, dass die Fälle von Inobhutnahmen 2015 nicht erneut so stark ansteigen werden.

Vollzeitpflege statt Heim

Die Ausgaben für Heimerziehung dürften im kommenden Jahr nur relativ gering ansteigen - von 2 780 000 auf auf 3 040 000 Euro. Diese Annahme erstaunte Stadträtin Stefanie Sperrer (CSU). Denn in früheren Jahren schlug hier meist ein deutliches Plus zu Buche. Die Erklärung der Jugendamtschefin: "Wir wollen lieber die Vollzeitpflege ausbauen anstatt der stationären Unterbringung."

Zwei neue Stellen

Bürgermeister Jens Meyer wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Stadtrat bereits zwei zusätzliche Stellen für Sozialpädagogen genehmigt habe. Sie sollen die bisherigen Mitarbeiter im Bereich der sogenannten aufsuchenden Arbeit in Familien unterstützen. Das heißt: Sie besuchen die Familien in ihren Wohnungen und unterstützen sie in pädagogischen Fragen, in denen die Eltern überfordert sind. Auch so erhofft sich das Jugendamt, die Zahl der Heimunterbringungen in Zukunft weiter senken zu können. "Die Ansätze sind zum Teil recht sparsam gehalten", bemerkte Stadtrat Josef Gebhardt (SPD), der den Haushaltsansatz insgesamt aber zufrieden abnickte. So wie alle übrigen Mitglieder des Ausschusses für Jugendhilfe und soziale Fragen in der Sitzung am Mittwoch. Das letzte Wort über den Etat 2015 des Jugendamtes hat der Stadtrat.
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