50 junge Geologen klopfen sich durch Steinbruch
Ab in die Urzeit

Ausgerüstet mit Hammer und Meißel machten sich die Nachwuchsgeologen im Steinbruch der Familie Pongratz auf Fossiliensuche. Bild: sön
(sön) Das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Theuern hatte unter der Leitung von Museumsmitarbeiterin Erika Haßler und Geologin Dr. Angela Wirsing zu einer Fossiliensuche in den Steinbruch der Firma Pongratz in Wolfsbach eingeladen. Knapp 50 Jung-Geologen aus dem gesamten Landkreis kamen - ausgerüstet mit Hammer, Meißel und Schutzbrille.

Auch einige Eltern ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Kindern in die Urzeit des Vilstals einzutauchen. Ulrike Pongratz, die Mitinhaberin des Familienbetriebs, freute sich, dass so viele Kinder an der Aktion teilnahmen, und überreichte jedem einzelnen ein Käppi als Willkommengeschenk.

Auf Schatzsuche

Zweieinhalb Stunden klopften und werkelten die Schatzjäger, waren unermüdlich. Denn wer ein richtiger Forscher und Entdecker ist, der lässt sich durch nichts davon abhalten, auf Schatzsuche zu gehen. Das Durchhaltevermögen der Kinder wurde belohnt. Jeder wurde fündig: Ammoniten, Tintenfische, Schwämme, Schnecken, Korallen und Muscheln - all das, was sich vor vielen Millionen Jahren im Jurameer tummelte, wurde mit Sorgfalt behandelt.

Millionen Jahre alt

War das Fundstück auch noch so klein und unscheinbar, für die Mädchen und Buben war es etwas ganz Besonderes. "An den Fossilien, den Versteinerungen alter Tiere und Pflanzen, sind Millionen Jahre Erdgeschichte zu sehen", erklärte Geologin Angela Wirsing. "Deutschland und große Teile Europas waren vor rund 150 Millionen Jahren von einem warmen Meer bedeckt. Tiere und Pflanzen starben, sanken ins Meer und lagerten sich dort ab. Später wurden sie überlagert und durch Druck versteinert. Ein kleiner Rest dieses Meeres ist noch das heutige Mittelmeer."

Im Gegensatz etwa zu Granit und Basalt sei Sand- und Kalkstein ein Ablagerungsgestein, erfuhren die Kinder. Ablagerungen verdichteten sich in vielen Schichten, deshalb erkennt man im Steinbruch auch viele Schichten und Kalksteine in Platten. Nach der schweißtreibenden Arbeit im Steinbruch war eine kleine Brotzeit als Stärkung zum Abschluss der Exkursion allen willkommen.
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