60 Jahre Bund der Berliner

Auf 60 Jahre "Bund der Berliner und Freunde Berlins" stießen die Mitglieder um Vorsitzende Bärbel Strobl (vorn, Zweite von links) mit der Vorstandschaft und den Ehrengästen an. Bild: Dobmeier

Von diesem Namen geht ein Zauber aus, der viele in seinen Bann zieht. Auch in Weiden. Und deshalb gibt es hier seit inzwischen 60 Jahren den Bund der Berliner. Ein Grund zu einer kleinen Feier.

Weiden. (rdo) Mit einem kleinen Umtrunk und Büfett stießen die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Post auf das 60-jährige Jubiläum an. Dazu stellte die Vorsitzende Bärbel Strobl ein Potpourri von Liedern legendärer Berliner wie Claire Waldoff, Fredy Sieg, Conny Froboess ("Pack die Badehose ein"), Zarah Leander ("Lili Marlen"), Lale Andersen, Bully Buhlan und den Schöneberger Sängerknaben zusammen.

Als Hauptstadt repräsentativ, sei Berlin auch jung und weltoffen. Sie spiele zwangsläufig eine zentrale Rolle in dem Bild, das die Welt sich von Deutschland mache, sagte die Vorsitzende und gebürtige Berlinerin. Kaum eine Stadt könne die ganze Vielfalt eines Landes, seines Charakters widerspiegeln. Berlin aber sei in dieser Richtung unbestritten. Die Gründung Berlins ging auf die Gebietsreform von 1920 zurück, als die selbstständigen Städte wie Köpenick, Spandau und mehrere Landgemeinden zu "Alt Berlin" zusammengelegt wurden, das mittlerweile zur jetzigen Metropole mit fast vier Millionen Einwohnern angewachsen sei. Seit 1923 sendet der Berliner Rundfunk und 1924 fand die erste Funkausstellung statt, erinnerte die Vorsitzende.

Zum Fall der Mauer

Im Jahresrückblick präsentierte die seit einem Jahr agierende Vorsitzende eine Begegnung mit den Landshuter Berlinern. Im Mai erfolgte die Verabschiedung der langjährigen 1. Vorsitzender Vera Eckstein und von 2. Vorsitzender Doris Klemm sowie des inzwischen verstorbenen Reiseleiters Wolfgang Klemm. Die Berliner Mundart pflegte Mitglied Wolfgang Meyer mit Gedichten bei Versammlungen. Zum 25. Jahrestag des "Falls der Berliner Mauer" folgte eine Gedenkveranstaltung an den Mauerteilen in den Krummen Äckern. Der Mitgliederbestand beträgt 69.

Geplante Fahrten

Die Kasse verwaltete Brigitte Helm vorbildlich. Da Kassenprüfer Claus Schramm mit Gattin aus dem Verein ausgetreten ist, wählte die Versammlung Stadtrat Hans Forster zum Nachfolger. Zweite Vorsitzende und Reiseleiterin Rosemarie Köhler lud zur Tagesfahrt am 20. Mai ins Glasdorf Weinfurtner nach Arnbruck im Bayerischen Wald ein. Am 31. Mai schließt sich der BdB den Staudenfreunden Weiden an, die zum Nepaltempel in Wörth fahren. Anmeldung bei der Reiseleiterin.

MdL Annette Karl als gebürtige Berlinerin sagt Dank für die tolle mit Herzblut betriebene Vereinsarbeit. Stadtrat Veit Wagner wünschte dem Verein alles Gute. SPD-Stadtrat Norbert Freundorfer, der den OB vertrat, würdigte, dass der BdB seit 60 Jahren für Integration sorge. Das gelte auch heute für die Flüchtlinge. CSU-Stadtrat Hans Forster nannte die Integration von Menschen ein Geben und Nehmen. Der BdB sei viel unterwegs und organisiere viele gute Veranstaltungen mit Niveau.
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