700 Fans feiern Saso Avsenik und seine Oberkrainer in der Max-Reger-Halle
Erfolgreich auf Opas Sound-Spur

Gregor Avsenik, der begnadete Gitarrist, der weiland mit den "Original Oberkrainern" auf der Bühne stand, war in Weiden auch mit von der Partie. Zur Begeisterung des Publikums verstärkte er die Kapelle seines Sohnes Saso, der neben den Melodien seines Großvaters auch Eigenkompositionen im Gepäck hatte. Bild: Kunz
Weiden. (uz) Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Oder anders ausgedrückt: Blut ist dicker als Wasser. Warum also das Genre ändern, wenn die Gene es anders wollen? Saso Avsenik hat sich vor sechs Jahren entschlossen, die Musik seines Großvaters Slavko Avsenik weiterzuführen. Jung, sympathisch und gut gelaunt.

Der große Volksmusik-Pionier und legendäre Chef der "Original Oberkrainer" starb im Juli im Alter von 85 Jahren in seinem Heimatort Begunje in Slowenien. Wenn man am Freitagabend in der Max-Reger-Halle den Arrangements lauschte und die Augen schloss, dann war er wieder da, dieser typische Oberkrainer-Sound mit dem mehrstimmigen Gesang.

"Für mich geht ein großer Wunsch in Erfüllung, und ich empfinde es als großes Geschenk, dass Saso die Liebe zu unserer Musik geerbt hat", soll der große Slavko Avsenik gesagt haben, als ihm sein Enkelsohn unterbreitete, er wolle die Musik seines Großvaters weitertragen.

Vater Gregor ist mit dabei

Akkordeon, Bariton, Kontrabass, Gitarre, Klarinette und Trompete: Der Oberkrainer-Sound wurde vor 60 Jahren erfunden. 35 Millionen verkaufte Tonträger und unzählige internationale Auszeichnungen belegen den Erfolg des slowenischen Ensembles. Sympathisch, unbeschwert und authentisch präsentierten sich die jungen Oberkrainer in der nunmehr dritten Generation dem Weidener Publikum. Im Programm: Die große Musik des Großvaters wie das "Trompeten-Echo", aber auch viele Eigenkompositionen. Er ist nicht immer mit von der Partie. Aber das Oberpfälzer Konzert in Weiden wollte er dann doch mit seiner Präsenz unterstützen: Gregor Avsenik, Sasos Vater, der begnadete Gitarrist, der weiland mit den "Original Oberkrainern" auf der Bühne stand.

Der Auftritt wurde zum Zwei-Generationen-Programm. Und das kam an. Die 700 Fans feierten Vater und Sohn mit riesigem Beifall. Die bedankten sich kurz vor 23 Uhr noch mit drei Zugaben.
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