"A super G'schicht"

Die Abc-Schützen von 1955 und Klassenleiter Heinz Senger vor der damaligen Max-Reger-Knabenschule am Tag der Einschulung. Bild: hfz

Erst neulich standen wieder die Abc-Schützen mit ihren bunten Tüten vor den Schulen und warteten aufgeregt auf den Beginn ihres ersten Schultages. Für Edmund Flenz und seine Klassenkameraden ist das nun schon 60 Jahre her. Nun wollen sich die Erstklässler von 1955 wiedersehen.

Edmund Flenz ist stolz darauf, wie gut er mit der Planung des Klassentreffens bisher vorangekommen ist. Im Juli hat er die Organisation für das Fest beim Bräuwirt in Weiden begonnen. Seit längerer Zeit legt er nun bereits einen Ordner an, in dem er alle wichtigen Informationen und Bilder über seine Kameraden und die Schule sammelt.

Eine Liste mit den Namen aller Schüler der ehemaligen Klasse 1 b hat er sich in der alten Schule besorgt und nach intensiver Recherche fast alle Post- oder Mailadressen herausgefunden. "Ich habe Briefe und Mails versendet, mit der Bitte um Rückmeldung", sagt der 67-Jährige. Es haben sich fast alle gemeldet. Von den 44 Erstklässlern kommen am Samstag, 26. September, nach aktuellem Stand immerhin 21 angereist. "Manche sind leider schon verstorben, andere im Urlaub oder wegen Krankheit verhindert", berichtet Flenz. Trotzdem sei er über die vielen Antworten erstaunt. Er bedauere aber, dass der ehemalige Klassenlehrer Heinz Senger nicht zu dem festlichen Termin erscheinen kann.

Der Heimat verbunden

Weit verstreut sind die ehemaligen Schüler der Einschulungsklasse aus dem Jahr 1955 nicht. Der weiteste Besucher des Klassentreffens reist aus der Gemeinde Aschheim im Landkreis München an. "Aber er muss auch insgesamt 408 Kilometer fahren", betont der Organisator. Viele der Mitschüler sind in Weiden geblieben, ein heimatverbundener Jahrgang also. Flenz selbst blieb Weiden auch treu. Er arbeitete bis zu seinem Ruhestand bei der Stadt.

Das Klassentreffen hat der Initiator mühevoll bis auf das kleinste Detail und ohne Hilfe durchgeplant: Nach der Begrüßungsrede beim Bräuwirt macht die Gruppe einen kleinen Stadtrundgang in der Altstadt und besucht auch das Maria-Seltmann-Haus, das ehemalige Schulgebäude der Max-Reger-Schule. Im Anschluss an ein feierliches Totengedenken mit Stadtpfarrer Markus Schmid in St. Josef beginnt der gemütliche Teil.

Flenz hat sich einige Besonderheiten ausgedacht. "Ich habe das Klassenfoto von damals nummeriert und dann muss sich jeder wiederfinden. Das ist gar nicht so leicht", schmunzelt der Rentner. Außerdem hat er alle Kameraden gebeten, viele Fotos und Erinnerungen mitzubringen. "Bei einer guten Atmosphäre wird das a super G'schicht", freut sich der 67-Jährige.
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