Abschied von Überfliegern

Bühne frei für die Besten: 27 von insgesamt 143 Absolventen der Wirtschaftsschule ehrte Schulleiter Thomas Reitmeier besonders. Sie hatten den Abschluss mit einer Eins vor dem Komma geschafft. Bild: otj

Die Band spielte "Fly away" von Lenny Kravitz. Es hätte wohl keinen besseren Soundtrack für diesen Anlass geben können: den Schlussakkord für die Absolventen der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule - mit Musik und Tanz.

Schulleiter Thomas Reitmeier gratulierte in seiner Rede den 143 Schülern, welche die Prüfung an der staatlichen Wirtschaftsschule bestanden hatten - 27 von ihnen sogar mit einer Eins vor dem Komma. Die Schulband der Partnerschule in Eschenbach eröffnete mit dem Rock-Song "Fly Away" die Feierlichkeiten, die in der Max-Reger-Halle über die Bühne gingen. Buchstäblich. Denn die Veranstaltung wurde begleitet von einem bunten Programm aus Musik und Tanz. Durch den Abend führten Tessa Kraus, Jonas Ernstberger, Hannah Weigl und Lehrer Jakob Reitz.

"Ihr habt Standfestigkeit bewiesen und in mindestens zwei beziehungsweise in vier oder ein wenig mehr Jahren euren Abschluss erworben", lobte Reitmeier. Jetzt heiße es, den Sprung zu schaffen in eine weiterführende Schule oder in ein Ausbildungsverhältnis. "Die Welt verändert sich - und zwar rasant." Reitmeier verglich das Leben mit den Wellen am Meer. "Sie rauschen heran, sie brechen sich am Strand - immer gleichbleibend, aber doch auch immer neu. Wechsel und Konstanz fließen in einander. Wir brauchen und lieben beides." Es sei aber auf jeden Fall nötig, die Bereitschaft zur Veränderung zu haben. "Seid flexibel, lasst euch auf Neues ein und nutzt Chancen in eurem Leben. Alles fließt, Pantha rhei."

Diese Veränderung machte Reitmeier an einigen Beispielen fest. Gut zu erkennen sei dies an der schwarz-gelben Bundesregierung vor einiger Zeit. Ein vietnamesisches Adoptivkind als Wirtschaftsminister und Vizekanzler. Ein homosexueller Politiker als Außenminister und ein auf Grund eines Attentats Behinderter als Finanzminister. Und eine Frau als Kanzlerin. Das sei 20 Jahre früher nicht denkbar gewesen. "Und unsere Abschlussschüler möchte ich ermuntern: Geht diese Veränderungen mit und gestaltet sie. Macht diese Schritte der Veränderung, denn nur so lebt ihr, nur so spürt ihr, ob die Träume, die ihr in euch habt, dann aufgehen können."
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.