Abstieg ein Desaster

Ein Volltreffer für die Adlerschützen sind die langjährigen Mitglieder. Gauschützenmeister Harald Frischholz (rechts), Stadtverbandspräsident Herbert Tischler und Schützenmeister Herbert Höcker (von links) zeichneten die Jubilare für bis zu 40 Jahre Treue aus. Bild: luk

Schon vor einem Jahr hatte Karl Tusch laut über seinen Abschied nachgedacht. Jetzt kündigte der Sportleiter der Adlerschützen erneut seinen Rückzug an. 2015 soll nun nach 20 Jahren Vereinsarbeit Schluss sein. Doch bis dahin stehen vor ihm noch schwere Aufgaben.

Vor allem die Wettkampfmannschaften bereiten Karl Tusch Sorgen. Alle Luftgewehr-Teams stiegen ab, sogar das "Aushängeschild" des Vereins in der Oberpfalzliga. "Ein derartiges Desaster" habe es in den vergangenen 20 Jahren nicht gegeben. Zudem habe er die LP-Bezirksligamannschaft, die die Klasse mühelos gehalten hätte, mangels Schützen abmelden müssen.

Zwar gibt es laut dem Sportleiter im LG-Bereich durchaus Perspektiven, "wieder auf die Beine zu kommen", bei er LP sehe er aber "kein Land". Hier gebe es weder Nachwuchs bei den Adlerschützen noch Aussichten, Verstärkung von anderen Vereinen zu bekommen. Lediglich bei der LP-Auflage sei es im Rundenfernwettkampf (RFWK) gelungen, eine starke Mannschaft mit Aussicht aufs Weiterkommen zu bilden. Auch im LG-RFWK seien die gemeldeten Teams wieder besetzt worden.

Positiv waren für Tusch "wieder einige Bezirksmeistertitel" und die "wieder erfreulich stabile" Beteiligung bei den Vereinsmeisterschaften sowie beim Johanni- und Königsschießen. Zwar habe es bei den Gaumeisterschaften diesmal keinen Titel gegeben, dagegen sei wiederholt der Sparkassenpokal gewonnen worden.

Leichter Mitgliederrückgang

Durchweg zufrieden mit den Veranstaltungen auf gesellschaftlicher Ebene zeigte sich Schützenmeister Herbert Höcker. In seinem Rückblick erinnerte er unter anderem an die Christbaumversteigerung, Frühlings- und Schützenfesteröffnung, das Sommerfest, die Königsfeier sowie die Teilnahmen am Kinderbürgerfest und am Gauball. Einen leichten Rückgang vermeldete er bei den Mitgliedern. Ihre Zahl ging von 263 auf 256 zurück, die der Jungschützen von 57 auf 52. Der Redner dankte allen, die ihn unterstützt haben, sowie allen Gönnern und Freunden.

Nach dem Protokoll von Kerstin Tusch legte Sabine Höcker einen positiven Finanzbericht vor. Die Revisoren Günter Schlossarek sowie Hans Schemela bescheinigten ihr einwandfreie Kassenführung. Herbert Tischler, Präsident des Stadtverbandes für Leibesübungen, mahnte angesichts der an diesen Abend fehlenden Jugendlichen die Verantwortlichen, dass "Nachwuchs als Mittelbau des Vereins nachkommt". Denn sonst bildeten die "Adler" irgendwann einen Altenverein.

Verständnis für Jugend

Zweiter Schützenmeister Alois Lukas, der für die CSU-Stadtratsfraktion sprach, zeigte Verständnis für die daheimgebliebenen Jungschützen. Neben Schule hätten sie in diesem Alter eher den Führerschein und Tanzkurse im Sinn. Höcker bat er, noch möglichst lange sein Amt auszuüben. Dabei sagte Lukas ihm volle Unterstützung zu. Gauschützenmeister Harald Frischholz dankte Höcker, dass er trotz Gesundheitsproblemen für den Schießsport da ist. Für Ende April 2015 kündigte er an, dass der Deutsche Sportschützenbund an der Beitragsschraube drehen wird. Auf Landesebene werde man sehen, wie weit Anpassungen nötig sein werden. Das werde dann aber erst 2017 umgesetzt.
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