Albert Rupprecht informiert Hausbesitzerverein
Bei Stromtrasse dranbleiben

Bei diesen Themen standen Willibald Härning (links) und Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht unter Strom: Die Stromtrasse und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof standen auf der Tagesordnung. Bild: Kunz
Weiden. (uz) Lange fühlte sich Willibald Härning wie der einsame Rufer in der Wüste. Als einzige Organisation in der Region hatte sein Haus- und Grundbesitzerverein Weiden und Umgebung (HGVW) gegen die geplanten Starkstromtrassen im Einzugsgebiet gekämpft und Unterschriften gesammelt, die nach München und Berlin geschickt wurden.

"Ausgeschlossen ist nichts"

Nach einem Besuch von MdB Albert Rupprecht (CSU) in der HGVW-Geschäftsstelle sieht sich Härning in seinem Engagement bestätigt. Rupprecht empfahl nämlich: "Am Ball bleiben, und nicht glauben, es sei schon alles in unserem Sinne gelöst. Ausgeschlossen ist abschließend nichts." Er riet deshalb: "Vorsicht!" Gleichzeitig betonte der MdB aber, dass weder Ministerpräsident Horst Seehofer noch die zuständige Ministerin Ilse Aigner von einer Notwendigkeit der Trasse überzeugt seien. Solange aber im Bundestag formell keine Entscheidung gefallen sei, sei "überhaupt nichts beschlossen."

Letztlich könne man sich nur mit Argumenten wehren. Der Schwenk herüber zur A 93 sei keineswegs vom Tisch. Für Härning bedeutet dies, den Finger weiter in die Wunde zu legen. "Unsere Aufgabe ist es, unsere Mitglieder vor äußeren Einflüssen zu bewahren", sagte er. "Uns geht's um den Werterhalt der Häuser, vor allem geht es uns um die Gesundheit der Menschen, die in diesen Häusern wohnen." Und eine Starkstromtrasse sei da kontraproduktiv.

Ein weiteres Gesprächsthema mit der HGVW-Vorstandschaft, an dem sich auch Lutz Freiherr von Hirschberg, Heribert Schrott und Michael Hösl beteiligten, war die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Regensburg nach Hof. "Kein privater Albert-Rupprecht-Wunsch. Sondern mir wurde gesagt: Wenn unsere Region Anschluss haben will ans überregionale Netz, muss sie aufrüsten. Und ich kann das nachvollziehen." Nur mit entsprechendem Strom könne man moderne Loks und Waggons einsetzen. "Deshalb marschiere ich seit Jahren für die Elektrifizierung." Jeder müsse sich aber klar darüber sein, dass dies mit einem höheren Verkehrsaufkommen auf den Schienen verbunden sei. "Das heißt auch: mehr Lärm." Und der müsse durch entsprechende Schutzmaßnahmen möglichst gering gehalten werden.

Die Elektrifizierung dürfte spätestes 2016 auf den Weg gebracht werden. "Da bin ich mir sicher." Wann dann gebaut werde, lasse sich nicht sagen. "Das kommt auf die Reihung an. Darauf, wie die Priorität gesetzt wird." Den Anwohnern versprach Rupprecht ein völlig anderes Lärmschutzsystem, als noch vor 20 Jahren. "Die Entwicklung ist da viel weiter."

Weiteres Thema war die Erbschaftssteuer. Wie der Abgeordnete betonte, sei es den Christsozialen zu verdanken, dass kein Erbe eines Hauses aufgrund der Erbschaftssteuer seine Immobilie verlieren werde.
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