Alle Schrauben sitzen

Erfolgreich starteten die Ärzte im neuen Hybrid-OP: Sie versorgten unter Leitung von Chefarzt Dr. Thomas Neubauer-Gartzke (links) einen komplizierten Bruch des dritten Brustwirbels. Die dreidimensionale Darstellung half dabei enorm. Bild: hfz

Die Feuerprobe im hochtechnischen und oberpfalzweit einzigartigem Hybrid-OP ist bestanden, die erste Operation ist geglückt. Und sie hatte es in sich: Es galt, einen komplizierten Bruch des dritten Brustwirbelkörpers zu versorgen, Schrauben exakt im Körper zu justieren und Titan einzubauen. Die 3D-Technologie half dabei enorm.

Bei dem über dreistündigen und allerersten Eingriff im Hybrid-OP mussten dem Patienten zunächst spezielle Schrauben gekoppelt mit einem Stabsystem eingebracht werden, erklärt der Chefarzt der Unfallchirurgie Dr. Thomas Neubauer-Gartzke. Er sowie geschäftsführender Oberarzt Dr. Phillip Koehl und ein speziell dafür ausgebildetes Team konnten hierbei die neue dreidimensionale Darstellung der Wirbelsäule ideal nutzen.

Denn die Ausrichtung der Schrauben im Wirbelkörper musste dabei millimetergenau erfolgen. Vor der OP und auch währenddessen wurde die Lage der Schrauben berechnet - unterstützt durch die Möglichkeit der 3D-Darstellung ähnlich wie bei einem Navigationssystem im Auto.

Nach der Stabilisierung entfernten die Ärzte den zerborstenen Wirbelkörper, befreiten das Rückenmark von einengenden Knochensplittern und setzten ein exakt passender Wirbelkörperersatz aus Titan eingesetzt. Nach dem Eingriff zog Dr. Neubauer-Gartzke Bilanz: "Die Einführung der dritten Dimension im Operationssaal ist vor allem für unsere Patienten ein Segen. Denn die neue Technik gewährleistet ein noch höheres Maß an Sicherheit für sie." Obendrein ermögliche die neue Technik kleinere und damit schonendere Operationszugänge.
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