"Alles unter einem Dach"

Abfahrt bei Volkshochschule - Das kommt an (uz) Auf den ersten Blick ist es nicht erkennbar: Aber die rollenden Gruppen auf den Segways am Samstag rund um die Altstadt (hier in der Schulgasse mit den Türmen der Josefskirche im Hintergrund) waren ebenfalls Besucher beim Tag der offenen Tür an der neuen Volkshochschule im ehemaligen FOS/BOS-Gebäude. Dabei war die Segway-Aktion längst nicht das einzige, worauf die vielen Hundert VHS-Besucher abgefahren sind. Mehr lesen Sie auf Seite 27 .

Der Umzug der Volkshochschule war ein Muss, sagt der Geschäftsführer beim Tag der offenen Tür in den neuen Räumen. Aber Stefan Frischholz verrät auch, warum sich der Ortswechsel gelohnt hat.

Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung im ehemaligen FOS/BOS-Gebäude von Marie-Noelle Atangana aus Kamerun. Die Volkshochschule Weiden musste umziehen, weil das alte Gebäude der neuen Stadtgalerie weichen soll. "Wir haben uns also kein neues Gebäude gewünscht, wir mussten ein neues suchen", grenzte Geschäftsführer Stefan Frischholz ein. Und man sei fündig geworden. "Ich glaube, so wie wir das Haus jetzt hergerichtet haben, kann es sich sehen lassen." Wer das Gebäude im Altzustand gekannt habe, der muss zugeben, dass die 500 000 Euro Umbaukosten - Bauphase drei Monate - gut angelegt seien. "Die FOS/BOS war ein reiner Schulbetrieb. Wir hingegen sind auf Teilnehmerentgelte angewiesen."

Es liege in der Natur der Sache, dass,wenn jemand für einen Kurs bezahle, dieser auch die eine oder andere Erwartungshaltung an den Tag lege. "Ich glaube, die können wir erfüllen. Wir sind wahnsinnig stolz auf das Gebäude." Sogar der Gastredner vom Vorabend, Professor Dr. Klaus Meisel vom Bayerischen Volkshochschulen-Verband, sei den Weidenern am Eröffnungstag neidisch gewesen.

Reinigung ein Gewaltakt

"Der Riesenvorteil: Wir haben hier alles unter einem Dach. Bis auf unser Balance-Studio haben wir keine Zweigstelle mehr." Damit könnten weder München noch Regensburg aufwarten. "Darauf sind wir stolz." Die Resonanz sei überwältigend. Die Firmen seien planmäßig zum 30. November fertig geworden. In einem Gewaltakt habe man die Baustelle gereinigt. Der Umzug von der Sedanstraße ins neue Domizil selbst habe nur eine Woche gedauert. Frischholz glaubt, dass die Zeit endlich vorbei sei, in der die Volkshochschule allein aus wirtschaftlichen Gründen enorm am Image verloren habe. "Das konnten wir in den letzten Jahren kompensieren." Die Schule stehe finanziell gut da. "Wir reduzieren jährlich unser Defizit." Glücklicherweise habe der Landkreis Neustadt in diesem Jahr seinen Zuschuss erhöht.

Stark frequentiert beim Tag der offenen Tür war die Eventküche im Erdgeschoss, wo Starkoch Stefan Forster und Waltraud Witteler kostenlose Snacks an die Besucher reichten. In der Abteilung Integration und Einbürgerung erzählten Teilnehmer ihre Geschichten. Es gab Montessori-Pädagogik zum Anfassen.

Balancetüchtige Freiwillige trafen sich in der Grünanlage der Volkshochschule mit Tourguide Jürgen Schönig, einem seit kurzem zertifizierten "Segway"-Trainer und düsten auf den ungewöhnlichen Gefährten rund um die Altstadt.

Ein Zauberer faszinierte Kinder. Mosaikkünstlerin Iris Rauh präsentierte ihre Werke, unter anderem auch das VHS-Logo. Weitere Aktionen waren Zumba, Piloxing, Functional Training, Yoga, Hand- und Nackenmassagen.

Löten und schminken

Präsentiert wurde das breitgefächerte Sprachenangebot, die digitale Revolution, eine Photovoltaikanlage mit Außenspritzanlage, Geopark, Ganztagsschule, Löten für Kinder und Ernährungspyramide. Kinder und Erwachsene wurden geschminkt und ein Feldlager für kleine Römer war aufgebaut.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.