Alois Karl über zehn Jahre Merkel-Regierung und die Herausforderungen der Gegenwart
Gelobtes Land auch für Flüchtlinge

Ihr Thema war die Flüchtlingshilfe: Bundestagsabgeordneter Alois Karl (rechts) mit Dekan Karlhermann Schötz, der eine Besuchergruppe des evangelisch-lutherischen Dekanats Sulzbach-Rosenberg nach Berlin gelotst hatte.
Zwei Termine, ein Thema: Auf zehn Jahre Merkel-Regierung blickte Alois Karl zurück, als er in Berlin zunächst eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis, dann Gäste aus Reihen des evangelisch-lutherischen Dekanats Sulzbach-Rosenberg im Berliner Reichstagsgebäude empfing. Die Bilanz des CSU-Abgeordneten fiel positiv aus: 2014 sei es gelungen, den Marsch in den Schuldenstaat zu stoppen. Der Zustrom an Flüchtlingen bringe jedoch große Herausforderungen.

"Auch für 2015 können wir auf neue Schulden verzichten", sagte Karl. "Das war möglich, weil wir binnen 10 Jahren die Zahl der Arbeitslosen halbiert haben. Die Zahl der Erwerbstätigen und auch der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt auf Rekordniveau." Rund die Hälfte des Bundeshaushalts - 150 Milliarden Euro - sei für Soziales bestimmt, berichtete der Abgeordnete ferner aus seiner Arbeit im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Diese "sehr positive Entwicklung" habe mit dazu beigetragen, dass viele Flüchtlinge gezielt nach Deutschland wollten. Ziel sei es, dass die "wirklich Schutzbedürftigen" Hilfe erhalten - und andere, die nicht die Voraussetzungen des Asylrechts erfüllen, "unser Land auch zeitnah wieder verlassen müssen". Zudem müsse man die Fluchtursachen in den Herkunftsstaaten angehen.

Dekan Karlhermann Schötz machte seinen Wahlkreisabgeordneten auf die vielfältigen Aktionen der evangelischen Kirchen und der Diakonie in der Region aufmerksam. In fast jeder Pfarrgemeinde gebe es Helferkreise. Die Freiwilligen brächten sich beim Dolmetschen und bei der Vermittlung der deutschen Sprache ein, suchten nach geeigneten Wohnungen für Flüchtlinge und betreuten die Neuankömmlinge.
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